KITA-ABC Verbergen

A

Abholtafel

Im Eingangsbereich der Kita befindet sich eine Abholtafel, auf der eingetragen werden kann, wann und von wem dein Kind abholt wird. Wenn du dein Kind täglich zur gleichen Zeit abholst, bleibt die Uhrzeit stehen, wechselt sie oder gibt es einzelne Tage, an denen die Abholzeit variiert, wird das in einer entsprechenden anderen Farbe eingetragen. Diese Eintragungen werden am Ende jeden Tages wieder entfernt. Die aktive und zuverlässige Nutzung dieser Tafel ermöglicht es uns, den Tag und die Angebote für alle Kinder sinnvoll gestalten zu können.

Abholzeiten

Es gibt in den Zebra Kitas keinen expliziten Abholzeitraum. Das bedeutet, du kannst dein Kind im Grunde jederzeit abholen. Im Tagesablauf gibt es jedoch eine pädagogisch geplante Struktur. Wir bitten daher darum, sich beim Abholen an ihm zu orientieren oder beim Bringen des Kindes die Abholzeit mit dem Team zu kommunizieren. So kann verhindert werden, dass dein Kind beispielsweise aus einem Angebot, dem Mittagessen oder dem Mittagsschlaf herausgerissen wird. Wir bitten darum, die Abholtafel im Eingangsbereich zu nutzen.

Aggression

Als aggressiv werden je nach Definition des Begriffs sehr unterschiedliche Verhaltensweisen von Kindern beschrieben. Manche davon gehören zu ganz natürlichen Entwicklungsphasen von Kindern eines bestimmten Alters, andere wiederum lassen sich auf Ursachen zurückführen, die einen ernstzunehmenden Hintergrund haben. Von den schweren Formen abgesehen, die eine entsprechende pädagogische Begleitung verlangen und deren Ursache im Einzelfall auch in einer interdisziplinären Zusammenarbeit auf den Grund gegangen werden muss, stehen hinter den meisten sogenannten aggressiven Verhaltensweisen in der frühen Kindheit unerfüllte Bedürfnisse des Kindes. In diesem Sinne ist aggressives Verhalten oft eine Botschaft des Kindes, dass sein Bedürfnis nach Zuwendung, Beachtung, Anerkennung oder Selbstständigkeit nicht erfüllt ist. Wir sehen es in den Zebra Kitas daher als unsere Aufgabe und Verantwortung, dem Kind einen sicheren Raum zu schaffen, in dem seine natürlichen und grundlegenden Bedürfnisse beachtet und erfüllt werden. Neben den Grundbedürfnissen eines jeden Kindes nach Geborgenheit, körperlicher Versorgung, Anerkennung und kognitiver Ansprache, hat jedes Kind individuelle und unterschiedlich stark ausgeprägte Bedürfnisse, die das Kind erfüllt haben möchte. Wir unterstützen es dabei, geeignete Wege zur Erfüllung seiner Bedürfnisse zu finden und diese zu erlernen. Insbesondere in den ersten Jahren führen unerfüllte Bedürfnisse zu Konflikten, die meist auch zu körperlichen Auseinandersetzungen in Form von Hauen, Schubsen, Kneifen und Beißen führen. In einem gewissen Alter und Rahmen ist das ein ganz natürliches Verhalten, das aus der Hilflosigkeit und häufig auch durch Stress des Kindes heraus entsteht und im Laufe der Entwicklung wieder verschwindet. In dieser Zeit ist unsere Vorgehensweise bei aggressivem Verhalten, die Kinder zu schützen, die sogenanntem aggressiven Verhalten ausgesetzt sind und die Kinder zu stärken und für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu sorgen, die aggressives Verhalten zeigen.

Allergien

Wir nehmen in den Zebra Kitas selbstverständlich Rücksicht auf Allergien und Unverträglichkeiten einzelner Kinder. Da alle Mahlzeiten in den Einrichtungen von unseren Köchen aus frischen Lebensmitteln bestehen, können wir bei der Zubereitung des Essens für das entsprechende Kind ohne Schwierigkeiten auf einzelne Zutaten in den Gerichten verzichten. Der Koch und das pädagogische Personal der Einrichtung sind über alle Allergien und Unverträglichkeiten der Kinder informiert, sodass auch zu besonderen Anlässen, wie Festen, Veranstaltungen und Geburtstagen, Rücksicht auf die betroffenen Kinder genommen werden kann.

Altersstruktur

Unterschiedliche Altersstufen innerhalb der Kindergruppe sind eine Bereicherung. Für das jeweilige Kind selbst, indem es sich einer Altersgruppe zuordnen kann oder in eine Altersgruppe hineinwächst, in der bestimmte Themen und Spielweisen in der entsprechenden Entwicklungsstufe im Vordergrund stehen. Aber auch für die Gruppendynamik und die Lernprozesse der Kinder allgemein, da Kinder insbesondere auch voneinander durch Nachahmung lernen. Eine Ballung an gleichen Entwicklungsstufen innerhalb einer Gruppe können hingegen zu starken Konflikten und Auseinandersetzungen zwischen den Kindern führen. Eine gemischte Altersstruktur innerhalb einer Gruppe wirkt sich also positiv auf die Gruppendynamik aus. Sie fördert die Entwicklung von Empathie und Fürsorge gegenüber jüngeren Kinder und schafft anhand der älteren Kinder Vorbilder zum Nacheifern und zur Orientierung. In den Zebra Kitas ist es dementsprechend unser Ziel, innerhalb der U3 und Ü3 Gruppen eine ausgeglichene Altersstruktur zu schaffen. Wir sind daher bemüht, die bereits bestehende Altersstruktur der jeweiligen Gruppe bei der Aufnahme neuer Kinder mit einzubeziehen. Leider ist es jedoch nicht immer möglich eine ausgeglichene Altersstruktur zu erreichen, da wir auch andere Aufnahmekriterien bei der Auswahl berücksichtigen müssen.

Ansprache

In den Zebra Kitas ist uns ein respektvoller, wertschätzender Umgang miteinander wichtig. Wertschätzung ist daher auch die Grundlage für die gegenseitige Ansprache zwischen pädagogischem Team und Eltern genauso wie innerhalb des Pädagogischen Teams. Das bezieht selbstverständlich aber auch die Art der Ansprache der Kinder ein, für die wir uns als Vorbild für den erwarteten Umgang sehen und denen wir somit als nachahmenswertes Beispiel vorangehen wollen.

Atelier

Das Atelier ist das Herzstück der pädagogischen Arbeit in der Reggio-Pädagogik. Den kreativen und gestalterischen Prozessen der Kinder wird in den Zebra Kitas viel Raum gegeben und ihre vielseitigen Ausdrucksmöglichkeiten gefördert. Die Kinder haben entsprechend stets Zugang zu den Materialien des Ateliers. Die künstlerisch, ästhetische Arbeit ist also nicht nur ein geplantes Angebot unter anderen im Kita-Alltag, sondern vielmehr ein selbstverständlicher und täglicher Bestandteil der Auseinandersetzung der Kinder mit ihrer Umgebung. Eine Atelierista begleitet dabei die gestalterische und kreative Umsetzung von aktuellen Entwicklungsthemen der Kinder, die sie im Atelier auf fantasievolle Art und Weise verarbeiten.

Aufnahmekriterien

Bei der Aufnahme neuer Kinder in die Zebra Kitas richten wir uns nach den gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) des Landes NRW. Aufnahmekriterien sind unter anderem das Alter des Kindes zum Stichtag 01.11. jeden Jahres und das Geschlecht, das für eine ausgewogene Gruppenzusammensetzung entscheidend ist. Ein besonderes Augenmerk legen wir bei der Auswahl auf benachteiligte Familien. Zur täglichen Umsetzung des bilingualen Konzepts der Einrichtungen streben die Zebra Kitas eine ausgeglichene Belegung durch mindestens 50% von Kindern aus italienischsprachigen Familie an. Über die Platzvergabe entscheidet der Träger in Absprache mit der pädagogischen Leitung. Mit der Aufnahme in die Kindertageseinrichtung erklären sich die Eltern bereit, die pädagogische Konzeption der Einrichtung sowohl inhaltlich als auch durch konkrete Mitarbeit mitzutragen.

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht der Einrichtung beginnt mit der Übernahme des Kindes durch das pädagogische Personal der Zebra Kitas und endet mit der Übergabe an die Eltern. Bei gemeinsamen Veranstaltungen mit Kindern und Eltern innerhalb und außerhalb der Einrichtung obliegt die Aufsichtspflicht den Eltern, sobald diese anwesend sind.

Augenhöhe

Sich auf Augenhöhe zu begegnen bedeutet für uns, seinem Gegenüber mit Wertschätzung entgegenzutreten und diese Haltung auch im sprachlichen Umgang zum Ausdruck zu bringen. In der Erziehungspartnerschaft, die zwischen Eltern und pädagogischem Team besteht genauso, wie im Umgang mit Kindern im Alltag.

Ausflüge

Neben den Räumlichkeiten der jeweiligen Einrichtung gehört das fußläufig und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschließbare Umfeld zum pädagogisch wirksamen Raum der Zebra Kitas. Ausflüge sind fester Bestandteil des Alltags und werden als selbstverständliche Nutzung des öffentlichen Raumes interpretiert. Sie finden regelmäßig in altershomogenen Kleingruppen und selten auch mal als ganze U3 oder Ü3 Gruppe statt. Im Rahmen des Kita-Alltags führen uns Ausflüge in erster Linie in die nahe Natur oder in die nahe gelegene Turnhalle. Darüber hinaus werden immer wieder auch Ausflüge zu spezifischen Orten durchgeführt, die ausgewählt werden entsprechend der aktuellen Projekte der Kinder. Wir erkunden zusammen unsere Umgebung und besuchen interessante Orte und Menschen, interagieren mit unseren Nachbarn, der Polizei, dem Bezirksbürgermeister oder einem unserer Kooperationspartner. Die Ausflugsziele richten sich dementsprechend individuell nach den Themen der Kinder, die pädagogisch vom Team begleitet und angeleitet werden. Wann welches Kind an einem Ausflug teilnimmt wird im Vorfeld schriftlich in Aushängen angekündigt, die im Eingangsbereich ausgehängt sind.

Außengelände

Das Außengelände der Einrichtungen wird in den Zebra Kitas als Erweiterung der sich drinnen befindenden Räumlichkeiten interpretiert. Es wird von Kindern und Team gleichermaßen mit alltäglicher Selbstverständlichkeit als weiterer „Raum“ der Einrichtung genutzt. Unabhängig der Jahreszeit und des Wetters bietet das Außengelände den Kindern jederzeit die Gelegenheit für das Spiel im Freien und dient zur erweiterten Erfüllung ihres Bewegungsdrangs.

B

BaSiK

BaSiK ist eine Methode der alltagsintegrierten Sprachbeobachtung in Kindertagesstätten. Sprache ist eine wichtige Schlüsselkompetenz für Lern- und Bildungsprozesse von Kindern. Insbesondere in den ersten Lebensjahren und bei bilingual aufwachsenden Kindern, ist die Feststellung und Förderung kindlicher Sprachkompetenz von großer Bedeutung für spätere Bildungserfolge. Der Beobachtungsbogen BaSiK dient zur Begleitung der Sprachentwicklung von Kindern ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der auch die Lebenswelt des Kindes mit einbezieht. Die Beobachtung erfolgt im Abstand von einem Jahr, bei Bedarf auch häufiger.
Quelle: https://www.kita.nrw.de/fachkraefte-fachberatung/sprachliche-bildung (12.01.18)

Beißen

Das ein Kind ein anderes beißt, ist häufig in den ersten drei Lebensjahren zu beobachten. Es ist in der Regel kein mutwillig geplantes Verhalten, sondern die Reaktion eines Kindes, das aufgrund eines unerfüllten Bedürfnisses handelt. Da es noch nicht in der Lage ist, sein eigenes Bedürfnis zu erkennen und mitzuteilen und dieses unerfüllte Bedürfnis eigenständig auf eine sozial akzeptierte Art und Weise zu erfüllen, greift es aus Hilflosigkeit auf eine körperliche (Abwehr-)Reaktion zurück. Das Beißen reiht sich ein in körperliche Ausdrucksformen wie schubsen, kneifen und hauen, wird aber durch die teilweise Schwere der Verletzung und die Assoziation mit archaischem Verhalten, als eine weitaus schwerwiegendere Form der Aggression wahrgenommen. Selbstverständlich ist es uns in erster Linie wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass Beißen keine akzeptable Form der Reaktion ist und betroffene Kinder bestmöglich zu schützen. Es ist in einer großen Kindergruppe jedoch nicht immer möglich, ein solches Verhalten vollständig zu verhindern. Erfahrungsgemäß besteht erfolgreiches Vorgehen gegen Aggressionen bei kleinen Kindern in einer größtmöglichen Reduzierung von Stressfaktoren und in einem bedürfnisorientierten, liebevollen Umgang.

Beiträge

Für die Aufnahme des ersten Kindes wird eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 200 € erhoben. Geschwisterkinder sind davon befreit. Diese Pauschale deckt den Bearbeitungsaufwand ab, dient zur Anschaffung eines Willkommenspakets für das Kind und zur Identifikation mit der Kita. Zudem soll diese Gebühr eine größere Verbindlichkeit erzeugen und dem weit verbreiteten Usus entgegenwirken, sich bei mehreren Einrichtungen anzumelden und nach Aufnahme kurzfristig wieder abzusagen. Neben der einkommensabhängigen Gebühr für einen Betreuungsplatz, die an die Stadt Köln zu entrichten ist, zahlen Eltern aktuell einen monatlichen Beitrag an den Träger Z.E.B.R.A. e.V. in Höhe von 160 € für Kinder von 0-3 Jahren und 110 € für Kinder von 3-6 Jahren. Dieser Beitrag deckt den nicht öffentlich geförderten Eigenanteil der Einrichtung ab. Die Höhe dieses Beitrages wird jeweils für das aktuelle Kita-Jahr in der Beitragsordnung festgelegt. Dort wird auch der Beitrag für die Verpflegung aufgeführt, der die Kosten für die Mahlzeiten und ihre Herstellung abdecken soll. Die monatliche Verpflegungspauschale liegt aktuell bei 65 € pro Kind.

Beitragsordnung

Die Beitragsordnung der Zebra Kitas wird jeweils am Ende eines jeden Kita-Jahres für das kommende Jahr festgelegt. In ihr werden die Kosten und Beiträge für einen Betreuungsplatz geregelt. Darunter fallen die einmalige Aufnahmegebühr, der monatliche Beitrag, der an den Träger Z.E.B.R.A. e.V. gezahlt wird, um den nicht staatlich geförderten Eigenanteil der Einrichtung zu decken und die monatliche Verpflegungspauschale für die Mahlzeiten in der Einrichtung.

Beschwerden

Kritik

Besuch

In den Zebra Kitas wird Besuch von außen als Bereicherung gesehen. Wir erachten es als wichtig, Kindern interessante Personen und verschiedenen Berufe und Tätigkeiten vorstellen zu können und somit Einblick in eine vielfältige Gesellschaft zu geben. Wir laden daher Expert*innen, Musiker*innen, Künstler*innen und Vertreter*innen unterschiedlichster Berufe in unsere Einrichtung ein, damit sie uns ihre Arbeit, ihre Tätigkeiten oder ihre Ideen vorstellen können. Selbstverständlich freuen wir uns über Ideen und Anregungen und ein reges Engagement auch aus der Elternschaft.

Betreuungsvertrag

Im Betreuungsvertrag werden die Rahmenbedingungen zwischen den Vertragspartnern für die Betreuung eines Kindes in einer Kindertagesstätte des Trägers Z.E.B.R.A. e.V. rechtskräftig vereinbart. Geregelt werden im Vertrag unter anderem die Betreuungszeiten, Vereinbarungen über den regelmäßigen Besuch des Kindes in der Einrichtung, der Nachweis über die Gesundheitsvorsorge und Erkrankungen des Kindes, die Aufsichtspflicht für das Kind, der Versicherungsschutz des Kindes, die Kosten und Beiträge für den Betreuungsplatz, die Dauer und Gültigkeit des Vertrags, der Datenschutz sämtlicher privater Daten der Vertragspartner und die Zustimmung zur pädagogischen Konzeption der Einrichtung.

Bewegung

Ausreichende Bewegung ist nicht nur vielen Kindern ein Grundbedürfnis, sondern auch wichtiger Bestandteil der körperlichen und geistigen Entwicklung. Wir bieten in den Zebra Kitas daher nicht nur an einzelnen Tagen oder zu bestimmten Zeiten im Tagesablauf den Kindern ein Bewegungsangebot an. Vielmehr achten wir darauf, dass sich Kinder jederzeit ihrem Bedürfnis entsprechend bewegen können. Drinnen, indem wir auf Initiative der Kinder oder zur Anregung entsprechende Impulse durch Bewegungsparkours aufbauen. Aber auch draußen bietet das großzügige Außengelände jederzeit und bei jedem Wetter viel Raum und Möglichkeit sich zu bewegen und sich auszutoben. In Bewegung sind wir zudem auch auf unseren regelmäßigen Ausflügen im öffentlichen Raum, in der nahen Natur und während des Winters in einer nahegelegenen Turnhalle.

Bilderbücher

Bilderbücher spielen eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Kindes und stellen insbesondere für die Sprachentwicklung eine wichtige Grundlage dar. Durch das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern lernen Kinder ihre Umwelt zu verstehen. Bilder regen ihre Fantasie an und ermuntern das Nachdenken und den Dialog über die vermittelten Inhalte. Kinder erkennen beim Vorlesen vertraute Begriffe und erhalten sprachliche Vorbilder. Zudem eröffnen wir ihnen vielfältige neue unbekannte Welten über die Bilder und Geschichten in Büchern, die weit über ihre Alltagserfahrungen hinausreichen. Uns ist es dabei wichtig, in unseren Bilderbüchern die bunte, an Vielfalt reiche Welt darzustellen in der wir leben, Stereotype aufzubrechen und Alternativen vorzustellen.

Bildnerisches Gestalten

BildungsbereichGestaltungsprozesse sind Erkenntnisprozesse.“ Kinder lernen und bilden sich mit allen Sinnen. Je intensiver alle Sinne in den Lern- und Bildungsprozessen beteiligt sind, desto intensiver denken, empfinden und begreifen sie die Welt. Im Bereich der Kunst werden die verschieden Sinne in besonderem Maße angeregt, daher eignen sich künstlerisch-kreative Tätigkeiten hervorragend dazu, sich selbst und die Welt kennenzulernen. Kinder vereinen dabei in kreativen, gestalterischen Prozessen Phantasie und Realität, also kognitives und magisches Denken. Sie können schon früh zwischen „Spiel“ und „Wirklichkeit“ unterschieden, kennzeichnend für die frühe Kindheit ist jedoch die Fähigkeit der Kinder, mühelos zwischen der Empfindungs- und Erkenntnisebene hin und her zu wechseln. Die künstlerisch-kreativen Gestaltungsprozesse sind für Kinder entsprechend wichtig, da sie in ihnen ihre Erlebnisse und Gefühle verarbeiten und zum Ausdruck bringen. Ihre kreativen Tätigkeiten sind eng verknüpft mit dem Verstehen der Welt. In den Worten des Arztes und Philosophen John Locke: „Nichts ist im Verstande, was nicht zuvor in den Sinnen war“.
Quelle: Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin: Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege. Berlin: Verlag das Netz 2014.

Bildungsauftrag

Die Zebra Kitas verstehen sich als Bildungseinrichtungen, in der Kinder nicht nur betreut und versorgt werden, sondern die Lern- und Bildungsprozesse der Kinder im Vordergrund stehen. Das bedeutet, dass unsere Einrichtungen als Orte konzipiert sind, an denen Kinder gemäß ihrer Entwicklung die Möglichkeiten und Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen, die sie für ihre Lern- und Bildungsprozesse brauchen. Gemäß unserem Leitbild verstehen wir Kinder als aktive Akteure ihrer Bildungsprozesse, die von Geburt an über die Fähigkeiten und Kompetenzen verfügen, sich die Welt eigenständig und auf ihre individuelle Weise anzueignen. Das pädagogisches Fachpersonal steht ihnen dabei unterstützend und begleitend zur Seite.

Bildungsbereiche

In den Zebra Kitas verfolgen wir einen ganzheitlichen Bildungsansatz in der täglichen pädagogischen Arbeit. Angebote und Projekte werden unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven und Aspekte eines Themas dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechend geplant und durchgeführt. Dabei wird auf die Einbeziehung der folgenden Bildungsbereiche ein besonderer Fokus gelegt:

Die Angebote und Projekte werden jedoch nicht nur in Bezug auf einen einzelnen Bildungsbereich gesondert gestaltet. Vielmehr verbinden sich in den zugrunde liegenden Themen der Angebote und Projekte Elemente aus verschiedenen Bildungsbereichen in einem ganzheitlichen Ansatz. In einem Projekt zum Thema Vulkane finden sich beispielsweise nicht nur Aspekte aus den naturwissenschaftlichen Bereichen wieder, sondern auch solcher der Sprache und des bildnerischen Gestaltens. Unter den entsprechenden Stichpunkten werden die Inhalte der einzelnen Bildungsbereiche noch einmal ausführlich beschrieben.

Bildungsdokumentation

Dokumentation Im Rahmen unserer Dokumentationsarbeit erstellen wir einmal pro Jahr für jedes Kind eine individuelle Bildungsdokumentation. Diese wird auf Grundlage der sieben Bildungsbereiche erstellt mit Blick auf die Ich-Kompetenzen, Sozialen Kompetenzen, Sachkompetenzen und Lernmethodische Kompetenzen des Kindes. Aus Notizen, die wir aus gezielten Beobachtungen im Laufe des Jahres erstellen und einem Beobachtungsbogen, der eine Übersicht der Bildungsinhalte und Kompetenzen der verschiedenen Bildungsbereiche beinhaltet, erstellen wir dann am Ende des Jahres eine mehrseitige Bildungsdokumentation für das Kind. Ein Exemplar dient als Grundlage für das jährliche Entwicklungsgespräch und wird den Eltern am Ende des Gesprächs mitgegeben.

Bildungsverständnis

Reggio-Pädagogik

Bilingualität

Mehrsprachigkeit

Bringzeiten

Ähnlich wie bei den Abholzeiten haben wir keine festgelegte Bringzeit. Eine Ausnahme stellt dabei jedoch die Zeit während des Morgenkreises dar, die du dem Tagesablauf entnehmen kannst. Mit dem Morgenkreis beginnen wir gemeinsam den Tag, es ist daher empfehlenswert, dein Kind vorher zu bringen. Damit es die Chance hat, an diesem wichtigen Ritual zu Beginn des Tages in Ruhe teilnehmen zu können und die anderen Kinder nicht gestört werden bitten wir darum, mindestens 15 Minuten vor Beginn da zu sein. Sollte dein Kind aus einem Grund zu Hause bleiben, bitten wir darum bis 9 Uhr des gleichen Tages Bescheid zu geben. Natürlich ist es allgemein sinnvoll, die Strukturen des Tagesablaufs beim Bringen zu beachten, insbesondere an Ausflugstagen.

C
D

Datenschutz

Die Zebra Kitas richten sich selbstverständlich nach den geltenden rechtlichen Bestimmungen zum Datenschutz. Gemäß Paragraph 12 des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in NRW ist der Träger Z.E.B.R.A. e.V. dazu berechtigt und verpflichtet, alle Daten von dir und deinem Kind, die zur Erfüllung der Aufgaben nach dem KiBiz benötigt werden, zu erheben und zu speichern und nur denjenigen Personen zugänglich zu machen, die sie zur Erfüllung der Aufgaben nach diesem Gesetz benötigen. Der Träger wird dementsprechend die zur Erhebung des gesetzlichen Elternbeitrags erforderlichen Angaben dem zuständigen Jugendamt mitteilen. Ebenso verfährt er mit den Daten, die er zur Durchführung des Sprachstandsfeststellungsverfahrens erhebt und dem jeweiligen Schulamt auf Anfrage mitteilt, wie es in den Paragraphen 12 und 14 des KiBiz gefordert ist. Der Trägerverein behält sich vor, Bilder von der Einrichtung und den betreuten Kindern in der Internetpräsentation oder anderen von ihm erzeugten Medien abzubilden. Alle im Kontext der Einrichtung selbst erzeugten Medien dienen Präsentationszwecken, sowie der Darstellung der pädagogischen Arbeit und werden nicht Dritten zur Verfügung gestellt. Die Veröffentlichung von Bildern einzelner Kinder erfolgt nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern, die im Betreuungsvertrag geregelt wird.

Demokratie

Demokratie in der Kindertagesstätte bedeutet für uns, Kindern von Anfang an demokratische Strukturen und Handlungsweisen unserer Gesellschaft zu vermitteln, damit sie zu verantwortungsbewussten und kritikfähigen Erwachsenen heranwachsen. Demokratische Strukturen für Kinder erlebbar zu machen heißt dabei konkret, Kinder über ihre Rechte (→ Kinderrechte) zu informieren, sie erfahren zu lassen, dass das eigene Recht eingefordert werden kann und dabei auch die Rechte der anderen zu respektieren. Es bedeutet aber auch Teilhabe an Belangen, die sie selbst betreffen durch entsprechende Informationsstrukturen und Partizipationsmöglichkeiten im Kita-Alltag.

Diversität

Die Welt in der wir leben ist so vielfältig wie wir Menschen in ihr. Diese Vielfalt leben wir auch in den Zebra Kitas, in denen jeder in seiner Individualität willkommen ist. Die unterschiedlichen Bedürfnisse, Handlungsanforderungen und Förderbedarfe die damit einhergehen, sehen wir dabei als selbstverständliche Herausforderungen in einer heterogenen Gemeinschaft. Unsere Haltung ist dementsprechend nicht, eine Abweichung der Norm als Besonderheit zu betonen, sondern den Besonderheiten eines jeden Einzelnen wertschätzend gegenüberzutreten. Um auch den Kindern Individualität und Vielfalt als etwas Selbstverständliches in unserer Gesellschaft zu vermitteln, legen wir Wert auf Geschichten und Bilderbücher, die diese Vielfalt widerspiegeln. Dies gilt auch für die positive Betonung von Diversität innerhalb unserer Kita-Gemeinschaft in unserem Alltag.

Dokumentation

→ Reggio-Pädagogik

Dolmetschen

Die Zebra Kitas sind als bilinguale Einrichtungen konzipiert, in denen Mehrsprachigkeit nach der immersiven Methode integriert ist. Das bedeutet, die Kinder hören Deutsch und Italienisch als gleichwertige Sprache von pädagogischen Fachkräften mit jeweils Deutsch oder Italienisch als Erstsprache, im Alltag genauso wie in Angeboten und Projekten. In diesem Zusammenhang gibt es kein Dolmetschen von einer Sprache in die andere, da stets beide Sprachen vorhanden sind. Verständigung und Verstehen erfolgen zu einem großen Teil auch über den Kontext und nonverbale Kommunikation. Es bedarf daher gar nicht in jedem Fall einer Übersetzung einzelner Worte. Vielmehr ist es hilfreich für das Verstehen einer unbekannten Sprache, wenn Kinder durch die immersive Methode lernen, genau zuzuhören und auf die nonverbalen Kommunikationsmittel zu achten. Selbstverständlich bedeutet das jedoch nicht, dass Kolleg*innen und Eltern bei Verständigungsschwierigkeiten nicht unterstützt werden. In Teamsitzungen und bei Elterngesprächen stellen wir natürlich sicher, dass immer jemand da ist, der gegebenenfalls von einer in die andere Sprache übersetzt.

  • TRANSLAGUAGING

Duzen

Wir sehen uns in den Einrichtungen der Zebra Kitas als Gemeinschaft, in der sich alle Akteure gegenseitig Duzen. Die Kinder duzen uns und wir im Team duzen uns untereinander. Mit erfolgreichem Abschluss des Betreuungsvertrags wird dein Kind ein Zebra und ihr als Eltern Teil der Zebra Gemeinschaft. Damit duzen auch wir uns.

E

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung eines Kindes in die Kita betrifft immer die ganze Familie. Für die jüngsten Kinder ist es eine große Umstellung, sich von der bisherigen Bezugsperson zu lösen und sich in einer neuen Umgebung mit neuen Erwachsenen und Kindern zurecht zu finden. Für die Eltern ist es ebenfalls ein großer Schritt, ihr Kind fremden Menschen anzuvertrauen, es ein Stück loszulassen und den Übergang von der Elternzeit zurück in den Beruf organisatorisch sowie emotional zu bewältigen. Deshalb ist die Eingewöhnung ein sensibler Prozess, in dem Erzieher*innen, Eltern und Kinder ein neues Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen. Angelehnt an das Münchener Modell, führen wir für jede Familie eine individuelle Eingewöhnung durch. Ein Elternteil hält sich in den ersten drei Tagen mehrere Stunden mit dem Kind in der neuen Gruppe auf. In dieser Zeit steht eine Ansprechperson aus dem Team dem Kind und der Familie zur Verfügung. Sie begleitet und beobachtet das Kind in dessen Interaktion mit den anderen Kindern und Erwachsenen und bleibt im ständigen Austausch mit dem anwesenden Elternteil. Dieser lernt somit den Tagesablauf kennen, den sein Kind später haben wird. Das Ziel ist der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, das dem Elternteil ermöglicht, das Kind mit gutem Gefühl in die Hände der Erzieher*innen zu geben. Nur dann wird das Kind spüren, dass die Kita ein sicherer und angenehmer Ort ist. Das Kind hat dabei die Möglichkeit auch eine andere Erzieher*in, als die Ansprechpartner*in während der Eingewöhnung, als Bezugserzieher*in zu wählen. Erst wenn Team und Eltern sich einig sind, dass der Zeitpunkt einer Trennung gekommen ist, wird diese durchgeführt. Je sicherer die Eltern, desto ruhiger das Kind. Trotz allem kann Trennungsschmerz auf beiden Seiten entstehen. Sobald sich das Kind aber schnell von einem Teammitglied trösten lässt, ist die Eingewöhnungsphase so gut wie abgeschlossen. Jede Eingewöhnung ist unterschiedlich und erfordert sehr viel Einfühlungsvermögen von Seiten der Erzieher*innen und der Eltern. Eine Eingewöhnung kann von einer Woche bis mehrere Monate dauern. Die Eltern verpflichten sich, in dieser Zeit erreichbar zu sein und für Ihr Kind zur Verfügung zu stehen. Ist dies den Eltern nicht möglich, tritt an ihre Stelle eine dem Kind sehr vertraute Person.

Elternabend

Zu Beginn eines jeden neues Kita-Jahres findet ein Elternabend statt, auf dem in erster Linie organisatorische Themen besprochen werden, neue Eltern und das Team sich kennenlernen und der Elternbeirat gewählt wird. Nach Bedarf können im Laufe des Jahres weitere Elternabende mit einem Themenschwerpunkt stattfinden. Wünsche für ein Thema aus der Elternschaft werden über den Elternbeirat der pädagogischen Leitung oder dem Trägervorstand mitgeteilt, die dann einen entsprechenden Elternabend dazu gestalten.

Elternbeirat

Der Elternbeirat ist ein demokratisches Gremium innerhalb einer Kindertagesstätte, das im KiBiz verankert ist. Er wird jährlich zu Beginn des neues Kita-Jahres gewählt und setzt sich aus vier Vertreter*innen aus der Elternschaft zusammen, jeweils eine hauptamtliche und eine nebenamtliche Person aus der U3 Gruppe und der Ü3 Gruppe der Einrichtung. Der Elternbeirat fungiert als Sprachrohr der Eltern und ist somit ein wichtiges Verbindungsglied zwischen der Elternschaft und der Einrichtung. Aufgaben des Elternbeirats sind die regelmäßige Teilnahme an Sitzungen des Kitarats, die Repräsentation und Vertretung der Anliegen der Eltern und die Mitbestimmung und Beteiligung an verschiedenen Kita-Belangen. Unabhängig von den Kitaratssitzungen, trifft sich der Elternbeirat nach Bedarf, wofür die Räumlichkeiten der Einrichtung jederzeit zur Verfügung stehen. Als Vertretung der Elternschaft kommt ihm die wichtige Rolle zu, individuelle Anliegen und Kritik der Eltern an die Einrichtung (den Vorstand und die pädagogische Leitung) zu tragen. Wir sehen konstruktive Kritik auf diesem Wege als ein Mittel von Qualitätsmanagement und darin eine Chance und Hilfe, uns zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Elterngespräche

In den Zebra Kitas begegnen sich Team und Eltern auf Augenhöhe in Form einer Erziehungspartnerschaft. Dabei wird Wert auf eine gute Gesprächsatmosphäre und gute Rahmenbedingungen gelegt. Eltern und Team tauschen sich über die wichtigsten Ereignisse im Leben des Kindes aus, die in der Kita, zu Hause oder an anderen Orten passieren. Offen, interessiert und wertschätzend gestalten wir gemeinsam eine anregende, liebevolle, wertschätzende Umgebung für die Entwicklung des Kindes. Dabei haben Tür-und-Angel-Gespräche einen hohen Stellenwert. Insbesondere die Abholsituation bietet sich als Gelegenheit für informelle Gespräche sowie ein entspanntes Miteinander, soweit die Aufsichtspflicht der Kinder von Seiten des Teams weiter gewährleistet werden kann. Die pädagogische Konzeption der Einrichtung bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Erzieher*innen, Eltern und dem Trägerverein. Ihr als Eltern verpflichtet Euch bei der Unterzeichnung des Betreuungsvertrages zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal der Kita. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase findet ein Eingewöhnungsabschlussgespräch statt, in dem rückblickend über den Kitastart des Kindes aus der Perspektive des Teams und euch als Eltern gesprochen wird. Entwicklungsgespräche finden einmal pro Jahr und bei Bedarf statt. Darüber hinaus stehen die Leitung, die Erzieher*innen und der Träger entweder in den festgelegten Sprechzeiten oder nach Terminabsprache für Einzelgespräche zur Verfügung. Die Teilnahme an Elternabenden ist für mindestens einen Elternteil verpflichtend.

Elternmitwirkung

Die Zebra Kitas sind als kleine Einrichtungen eines privaten Trägers auf das Engagement ihrer Elternschaft angewiesen. Eine aktive Mitarbeit ist daher entsprechend der individuellen beruflichen Verpflichtungen und Möglichkeiten erwünscht und sollte mindestens sechs Stunden pro Familie und Kitajahr umfassen. Die gewünschte Unterstützung beinhaltet die Mitwirkung an der Ausstattung der Räume oder des Außengeländes der Einrichtung, die Planung von gemeinsamen Ausflügen, die Teilnahme an Projekten oder die Organisation von Veranstaltungen. Auch Angebote wie Vorlesen, Musik machen oder Experimentieren sind einige Beispiele für die angestrebte Elternmitarbeit.

Elternversammlung

Einmal jährlich zu Beginn des neuen Kita-Jahres findet eine Elternversammlung in Form eines Elternabends statt. Darüber hinaus kann eine Elternversammlung nach Bedarf vom Elternbeirat einberufen werden, wenn ein Anliegen oder Thema ein Zusammenkommen der ganzen Elternschaft verlangt oder mindestens ein Drittel der Elternschaft ein Treffen fordert. Die Räumlichkeiten der Kita werden dafür zur Verfügung gestellt.

Engagement

 Elternmitwirkung

Entwicklungsgespräche

Entwicklungsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil der Erziehungspartnerschaft. Sie ermöglichen einen Austausch zwischen Team und euch als Eltern über die Entwicklung und individuellen Belange eines Kindes und bieten Raum für einen intensiveren Austausch, der über kurze „Tür-und Angel“ Gespräche hinausgeht. Dabei geben sie euch als Eltern Einblick in die pädagogische Arbeit des Teams und die Entwicklungsfortschritte eures Kindes. So erhaltet ihr einen Blick auf euer Kind aus der Perspektive des Teams und somit auf das Verhalten eures Kindes im Kontext des Kita-Alltags mit seinen spezifischen Regeln und Abläufen. Andersherum erhält das Team die Möglichkeit, einen Einblick in wichtige, euer Kind betreffende Ereignisse zu Hause zu erhalten, die es in der pädagogischen Arbeit in der Einrichtung berücksichtigen kann. Entwicklungsgespräche finden regulär einmal im Jahr und bei Bedarf statt. Als Grundlage für die Gespräche dienen das individuelle Portfolio eures Kindes und die Bildungsdokumentation. Die Leitung, die Erzieher*innen und der Träger stehen darüber hinaus nach Terminabsprache für Einzelgespräche zur Verfügung.

Ernährung

Ernährung verstehen wir nicht als reine „Verpflegung“. Vielmehr begleiten wir die Kinder bei der Entdeckung von Geschmacksrichtungen und neuen Lebensmitteln. Wir kooperieren mit Ernährungsberater*innen nicht nur für die Erstellung des Speiseplans, sondern auch für die Vermittlung von Wissen über Nahrung, das durch die industrielle Herstellung weitgehend verloren gegangen ist. Da die Kinder den größten Teil des Tages bei uns verbringen, fühlen wir uns für eine ausgewogene gesunde Ernährung verantwortlich. Wir vermeiden daher Lebensmittel, die mit Zusatzstoffen wie Geschmacksverstärkern, Konservierungs- und Farbstoffen etc. versetzt sind und verzichten vollständig auf Industriezucker.

Erreichbarkeit

Wir bitten um Rücksicht auf die Mittags- beziehungsweise Ruhepausen der Einrichtung und um Verständnis dafür, dass es Momente im Alltag gibt, in denen wir nicht direkt ans Telefon gehen können. Dringende Anliegen kannst du uns in diesem Fall per Nachricht (SMS, WhatsApp) mitteilen, allgemeine Anliegen per Mail. Wir bemühen uns um eine zeitnahe Rückmeldung.

Erziehungspartnerschaft

Die Kindertagesstätte ist ein prägender Lebensbereich eures Kindes und nimmt einen großen Teil seines Alltag ein. Neben der Familie tragen wir in den Zebra Kitas daher an der Verantwortung für das Wohl eures Kindes mit. Umso wichtiger ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen euch als Eltern und uns als Team der Einrichtung. Die Lebenswelten Familie und Kindertagesstätte können sich unter Umständen stark unterscheiden. Für Kinder ist es meist kein Problem, diese beiden Bereiche mit ihren (manchmal) unterschiedlichen Regeln zu trennen. Für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen euch als Eltern und uns als Team ist es jedoch wichtig, die verschiedenen Bereiche transparent für alle Erziehungspartner*innen zu gestalten. In unserem Eingewöhnungsmodell ermöglichen wir euch einen intensiven Einblick in den Alltag und die pädagogische Arbeit der Einrichtung. Andersherum ist es für uns sehr wichtig, in regelmäßigem Austausch mit euch zu stehen, um jedes Kind gut verstehen und bestmöglich unterstützen zu können.

Essen

Mahlzeiten

Essenspauschale

Verpflegungspauschale

F

Feste und Feiern

Feste bieten insbesondere für Kinder eine schöne Möglichkeit, den Jahresverlauf und mit ihm die Jahreszeiten zu durchleben. Als konfessionsfreie Einrichtungen feiern wir in den Zebra Kitas jedoch keine religiösen Feste. Als inklusive Gemeinschaft, in der vielfältige Familienkulturen und damit auch verschiedene Religionen vertreten sind, sehen wir uns vielmehr als säkulare Bildungsorte, in denen wir die unterschiedlichen Feste und Feiern aus verschiedenen Kulturen mit den Kindern thematisieren und gemeinsam kennen lernen. In vielen Festen spiegeln sich die Jahreszeiten und Umbrüche im Jahresverlauf wieder, was wir als Anlass nehmen, diese besonderen Zeiten mit den Kindern feierlich zu begehen. Die Termine für unsere Feste sind im Jahreskalender festgehalten, dort ist auch zu entnehmen, welche Feste nur Kita-intern gefeiert werden und welche Feste wir gemeinsam mit euch Eltern beziehungsweise öffentlich feiern. Darüber hinaus geben wir jeweils vorher einen genauen Ablauf der Feier in Form eines Aushangs oder einer Elternbenachrichtigung per E-Mail bekannt.

Fotos

Fotos sind ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation in den Zebra Kitas. Angebote, Projekte und Alltagssituationen werden mit Hilfe von Fotos dokumentiert. Dabei machen wir sowohl Aufnahmen einzelner Kinder, als auch von Kindergruppen. Eine Auswahl der tagesaktuellen Bilder können ab dem Nachmittag über einen Link von euch Eltern angesehen werden (Fotos des Tages). Wir nutzen die Bilder für Projektdokumentationen, die „sprechenden Wände“ und die Portfolios der Kinder. Jedes Kind erhält einen eigenen digitalen Ordner, in den wir seine Bilder am Ende des Tages einsortieren. Der Ordner deines Kindes und ein Ordner mit Gruppenfotos wird Dir am Ende der Kita-Zeit zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich achten wir dabei den Datenschutz deines Kindes. Die Fotos werden nur für Kita-interne Dokumentationszwecke genutzt, sofern wir keine explizite Erlaubnis zur Nutzung der Bilder für andere Zwecke eingeholt haben.

Freundschaften

Kinder schließen schon früh feste und enge Freundschaften zu anderen Kindern. Sie tragen dazu bei, sich in der Kita-Gemeinschaft angenommen und aufgehoben zu fühlen. Wir unterstützen und fördern die Möglichkeit solcher Freundschaften in unseren Einrichtungen. Zum einen, indem wir auf eine ausgeglichene Altersstruktur in unseren Gruppen achten und Angebote und Projekte in Kleingruppen anbieten, die entsprechend der Interessen und des Entwicklungsstandes der Kinder erstellt werden. Zum anderen ermöglichen wir durch gezieltes Freispiel und vielfältige Wahlmöglichkeiten in unseren pädagogischen Angeboten die Entstehung von Freundschaften. Insbesondere in der Gruppe der Vorschulkinder im letzten Kita-Jahr werden viele Freundschaften unter den Kindern geschlossen und weiter gefestigt.

Frühstück

Das Frühstück ist ein wichtiger Start in den Tag. Dabei hat jedes Kind individuell unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben. Manche Kinder frühstücken gerne zu Hause, andere bekommen erst spät Hunger und spielen nach der Ankunft in der Kita lieber erstmal mit ihren Freunden. Wir begegnen den unterschiedlichen Bedürfnissen durch ein offenes ausgewogenes Frühstück von 7:30 bis 9:00, das vom Frühdienst frisch zubereitet wird. Jedes Kind kann in diesem vorgegebenen Rahmen selbstständig entscheiden, wann es frühstücken möchte und was es aus dem täglich wechselnden Angebot wählen möchte. Es ist ausreichend Frühstück für alle Kinder eingeplant. Wir bitten daher darum, eurem Kind kein Frühstück von zu Hause mitzugeben. Das tagesaktuelle Frühstücksangebot kannst du dem Frühstücksplan entnehmen, der im Eingangsbereich aushängt.

Fundkiste

Kleidung, Spielsachen und andere Fundstücke, die keinem Kind zugeordnet werden können, sammeln wir in unseren Fundkisten, die in den jeweiligen Garderoben der Gruppe stehen. In regelmäßigen Abständen sortieren wir die Fundkisten aus und nutzen die Kleidung, die nicht mehr zuzuordnen ist und nicht abgeholt wurde für unsere Reservekiste mit Wechselkleidung für die Kita. Es empfiehlt sich daher, die Fundkiste regelmäßig nach Kleidung und vermissten Gegenständen eures eigenen Kindes durchzuschauen. Die Beschriftung beziehungsweise Kennzeichnung der Kleidung (insbesondere der mitgebrachten Wechselsachen) und der privaten Gegenstände eures Kindes, ist eine hilfreiche Unterstützung zur Vermeidung einer stets vollen Fundkiste.

G

Garderobe

Die Garderobe der Kinder befindet sich im Eingangsbereich der Einrichtung. Jedes Kind hat seinen eigenen Platz für Jacken, Schuhe, Regen- und Wechselkleidung, der durch ein Foto und den Namen gekennzeichnet ist. Selbstverständlich ist die Garderobe im Eingangsbereich auch der Ort, an dem sich die Kinder ihre Jacken und Straßenschuhe ausziehen, da die Gruppenräume nur mit Hausschuhen betreten werden dürfen. Entsprechend sind die Garderobenplätze altersgerecht gestaltet, sodass sich jedes Kind so früh wie möglich selbstständig an- und ausziehen kann.

Geburtstage

Der eigene Geburtstag ist ein ganz besonderer Tag für jedes Kind, der ausgiebig gefeiert werden möchte. Und wir feiern in der Einrichtung natürlich gerne mit. In der U3 Gruppe wird der Geburtstag am Vormittag gefeiert, damit alle Kinder dabei sein können und niemand den Geburtstag eines anderen Kindes in der Mittagsruhe „verschläft“. In der Ü3 Gruppe feiern alle Kinder den Geburtstag gemeinsam nach dem Mittagessen. Üblicherweise bringt das Geburtstagskind dafür beispielsweise eine Obstplatte oder einen Kuchen von zu Hause mit. Wichtig ist uns dabei, dass der mitgebrachte Kuchen keinen Industriezucker enthält. Für die festliche Stimmung, Dekoration und ein kleines Geburtstagsgeschenk sorgen wir. Geburtstagseinladungen für die Feier zu Hause bitten wir, nicht in der Kita vom Geburtstagskind verteilen zu lassen. Wir möchten dadurch verhindern, dass sich einzelne Kinder, die nicht eingeladen werden, ausgeschlossen fühlen. Unser Vorschlag wäre, die Einladungen per Post oder Nachricht (SMS, WhatsApp) zu verschicken, oder sie direkt an die Eltern zu verteilen. Aus dem selben Grund bitten wir zudem auch, dass die eingeladenen Kinder, nicht als Gruppe gemeinsam abgeholt werden.

Gender

Das Geschlecht eines Menschen ist in unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Kinder wachsen als Jungen oder als Mädchen auf, ihre Geschlechtsidentität ist entsprechend ein bedeutender Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Sich selbst zuverlässig als Junge oder Mädchen zuzuordnen, gelingt Kindern mit circa zweieinhalb bis drei Jahren. Die Geschlechtskategorien gewinnen bis zum Schulalter zunehmend an Bedeutung, in diesen Jahren erweitern Kinder ihr Wissen über kulturell bedingte männliche und weibliche Charakteristika. Vorlieben und Verhaltensweisen werden von ihnen in weibliche und männliche Kategorien eingeteilt. Für Kinder ist es dementsprechend wichtig, sich einem Geschlecht zuordnen zu können und eine Geschlechtsidentität zu entwickeln. Im Sinne einer geschlechtsbewussten Pädagogik ist es uns dabei wichtig, einengende und stereotype Zuschreibungen bezüglich weiblicher und männlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen zu vermeiden. Wir legen Wert darauf, in unseren Einrichtungen einen Rahmen zu schaffen, der Kindern ermöglicht ihre Persönlichkeit in aller Individualität zu entwickeln, ohne dabei einengende Erwartungen an sie, wie sie sich als Junge oder als Mädchen zu verhalten haben.

Geschlechterverteilung

Eine ausgewogene Verteilung der Geschlechter innerhalb der Gruppen ist für die Gruppendynamik und eine gute pädagogische Arbeit wichtig. Wir geben daher unser Bestes, dass die Gruppen möglichst zur Hälfte aus Jungen und Mädchen bestehen. Leider ist es jedoch nicht jedes Jahr möglich ein ausgeglichenes Verhältnis von Jungen und Mädchen zu erreichen, da wir bei der Aufnahme neuer Kinder neben dem Geschlecht noch weitere Faktoren innerhalb der Aufnahmekriterien berücksichtigen müssen.

Geschwisterkinder

Wir sind bei der Belegung der Betreuungsplätze bemüht, Geschwisterkinder bevorzugt zu berücksichtigen. Leider ist es aufgrund weiterer Faktoren innerhalb der Aufnahmekriterien nicht immer möglich, Geschwisterkindern eine Garantie auf einen Betreuungsplatz zu geben.

Gruppen

Die Zebra Kitas sind einzügig konzipiert mit jeweils einer U3 und einer Ü3 Gruppe pro Einrichtung. Eine U3 Gruppe besteht aus 10 Kindern zwischen null und drei Jahren, eine Ü3 Gruppe aus 20 Kindern zwischen drei und sechs Jahren.

H

Hundert Sprachen

Reggio-Pädagogik

I

Industriezucker

Die Zebra Kitas verzichten vollständig auf die Verwendung von Industriezucker in ihren Mahlzeiten. Da Kinder tagtäglich mit dem Angebot von Süßigkeiten konfrontiert werden, haben Eltern oft Schwierigkeiten, den Zuckerkonsum ihrer Kinder einzuschränken. Bei uns lernen Kinder die Vielfältigkeit der Süße natürlicher Zutaten durch Obst, Trockenobst, Dick-Säfte und Nüsse kennen. Es bleibt so euch als Familie überlassen, zu Hause zu entscheiden, wann es was an Süßigkeiten geben soll.

Infektionsschutz

Kindertagesstätten gehören zu den Orten, an denen sich Infektionskrankheiten besonders leicht ausbreiten können. Zum Schutz der Kinder und des pädagogischen Personals der Einrichtungen gelten daher besondere Regelungen bezüglich Infektionskrankheiten. Das Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass Kinder, die an bestimmten Infektionskrankheiten erkrankt sind oder im Verdacht stehen an ihnen erkrankt zu sein, die Kindertagesstätte nicht besuchen dürfen. Im Zweifel können Kinderärzt*innen Auskunft darüber geben, ob eine Erkrankung ihres Kindes unter diese Regelung fällt. Es besteht zudem eine Mitteilungpflicht seitens der Eltern über eine vorliegende Infektionskrankheit ihres Kindes gegenüber der Einrichtung, damit wir gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen gegen eine Weiterverbreitung der Krankheit innerhalb der Einrichtung ergreifen können. Bei ansteckenden Krankheiten muss das Kind 24 Stunden symptomfrei sein, bevor es wieder in die Kita kommen darf. Eine Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte mit genauen Informationen bezüglich Infektionskrankheiten, die ein gesetzliches Besuchsverbot der Einrichtung zur Folge haben, erhältst du von uns bei der Aufnahme deines Kindes in einer Zebra Kita.

Informationen

Über allgemeine und aktuelle Kita-Belange informieren wir entsprechend der Dringlichkeit und des Themas auf unterschiedlichen Wegen: In einem Online-Kalender, der regelmäßig aktualisiert wird, findest Du alle wichtigen und allgemeinen Termine und Veranstaltungen des Kita-Jahres, einschließlich auch der Feste und Schließtage. Über Ausflüge informieren wir in Aushängen, die im Eingangsbereich der Einrichtungen zu finden sind. Im Aushang ist das Datum, Ausflugsziel und welche Kinder betroffen sind vermerkt. Über wichtige Ereignisse oder in besonders dringenden Fällen (z.B. Ausfälle, Krankheiten) informieren wir über Rundmails beziehungsweise über eine Nachricht (SMS, WhatsApp) oder einen Anruf. Allgemeine Informationen, wie beispielsweise der Speise- und Frühstücksplan etc. sind an der Infotafel in der Piazza zu finden. Termine und Ereignisse der aktuellen Woche findest Du im Wochenplan.

Inklusion

Die Zebra Kitas sind inklusive Einrichtungen, in der jedes Kind willkommen ist. In konkreten Einzelfällen muss jedoch immer individuell geprüft werden, ob ein spezieller Förderbedarf durch entsprechend ausgebildete pädagogische Fachkräfte seitens der Einrichtung gewährleistet werden kann, oder ob eine gegebenenfalls benötigte Barrierefreiheit vorhanden ist.

J

Jahreskalender

Im Jahreskalender der Einrichtung sind alle Feste, Schließtage, Termine wie Elternabende und andere besondere Ereignisse festgehalten. Er wird jeweils am Ende eines Kita-Jahres für das kommende Jahr erstellt und an alle Eltern verschickt. Ein Exemplar des aktuellen Kalenders hängt zudem das Jahr über im Eingangsbereich der Einrichtung aus.

K

KiBiz

Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) ist ein Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern des Landes Nordrhein-Westfalen. Es regelt die Struktur und Finanzierung der Kindertagesstätten und der Kindertagespflege. In zwei Kapiteln werden die allgemeinen Bestimmungen und die finanzielle Förderung von Kindertagesstätten ausgeführt, die als gesetzliche Grundlage für alle Kindertageseinrichtungen in NRW gelten. Damit stellt es auch die gesetzliche Grundlage der Einrichtungen des Trägers Z.E.B.R.A. e.V. dar. Unsere Konzeption, Organisationsstruktur und Finanzierung beruht entsprechend auf der Grundlage dieses Gesetzes.

Kinderrechte

Kinder sind von Geburt an Träger eigener Rechte. In Deutschland ist die UN-Kinderrechtskonvention seit 1992 in Kraft getreten. Da Kinder häufig nicht in der Lage sind, selbst für ihre Rechte einzutreten und sie zudem darauf angewiesen sind, dass sie über ihre Rechte aufgeklärt und in Kenntnis gesetzt werden, kommen Kindertagesstätten eine besondere Verantwortung in der Umsetzung der Kinderrechtskonvention zu. In den Zebra Kitas legen wir einen besonderen Fokus auf vier zentrale Rechte von Kindern: Das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Schutz vor Gewalt und Misshandlung, das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel und aktive Erholung. Das Recht auf Beteiligung sichert dem Kind eine eigene Meinung zu und läßt es teil haben an Entscheidungen die sein eigenes Leben und das seiner Gemeinschaft betreffen. Durch Beteiligung wird es als eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Anliegen ernst genommen. In diesem Sinne ist Beteiligung keine Abgabe von Macht von Erwachsenen an Kinder, sondern vielmehr ein ergebnisoffener Aushandlungsprozess zwischen zwar ungleichen, aber gleichwertigen Partnern. Das Recht auf Schutz vor Gewalt und Misshandlung ist im SGB VIII § 8 verankert, durch den pädagogische Fachkräfte den expliziten Auftrag erhalten, Kinder in Kindertagesstätten vor einer „Kindeswohlgefährdung“ zu schützen. Bei einem Verdacht auch eine Gefährdung durch Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung gibt es konkrete Verfahrensabläufe, um das betroffene Kind zu schützen. Darüber hinaus beinhaltet dieser Schutzauftrag für die Kita auch Maßnahmen, die im Alltag umgesetzt werden können. Dazu gehört, die Gefühle der Kinder ernst zu nehmen und sie zu thematisieren. Aber auch eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Das Recht auf Gesundheit zu achten, bedeutet für uns, dass wir in unseren Einrichtungen eine Vorbildfunktion für eine gesunde Lebensweise einnehmen. Ausgewogene, gesunde Ernährung, körperliche Gesundheit durch entsprechende Bewegungsangebote und viel Zeit an der frischen Luft und in der Natur, sowie Körperhygiene und die konsequente Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes sind für uns selbstverständlich. Darüber hinaus ist uns die Zusammenarbeit mit Eltern im Rahmen einer gesundheitlichen Aufklärung und Weiterbildung wichtig. Das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel und aktive Erholung greift das natürliche Grundbedürfnis des Kindes zu spielen auf. In seinen Spielen begreift das Kind die Welt und lernt sie zu verstehen und zu gestalten. Wir schaffen in unseren Einrichtungen dafür einen Rahmen, der vielfältige, anregende und abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten bietet. Ebenso wichtig wie das Spielen ist jedoch auch die Erholung und Ruhe für das Kind. Dem entsprechen wir durch feste Ruhephasen wie der Mittagsruhe, aber auch der Ermöglichung eines individuellen Bedürfnisses nach Entspannung im Tagesablauf.
Quelle: Hrsg.: Deutscher Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V.: Mit uns kommen Kinderrechte in die Kindertagesstätte. Eine Handreichung für pädagogische Mitarbeitende. Wuppertal 2015.

Kitarat

Der Kitarat ist ein demokratisches Gremium innerhalb einer Kindertagesstätte, das im KiBiz verankert ist. Er setzt sich aus dem Trägervorstand, der pädagogischen Leitung und zwei Vertreter*innen des Elternbeirats zusammen und trifft sich einmal im Quartal um aktuelle Themen, Anliegen und allgemeine Kita-Belange zu besprechen.

Kleidung

Der Alltag in den Zebra Kitas findet nicht nur in den Räumlichkeiten der Einrichtungen statt, auch das angrenzende Außengelände und der öffentliche Raum wird auf Ausflügen intensiv genutzt. Nach dem Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, verbringen wir unabhängig von Jahreszeit und Wetter gerne viel Zeit an der frischen Luft. Grundvoraussetzung hierfür ist jedoch eine dem Wetter und der Jahreszeit angemessene Kleidung. Dein Kind sollte entsprechend jeden Tag für draußen und drinnen gleichermaßen angemessen gekleidet in die Kita kommen, beziehungsweise eine entsprechende Ausstattung mitbringen oder in der Einrichtung zur Verfügung haben. Für wärmere oder leichtere Ersatzkleidung und Regenkleidung gibt es Platz in der Garderobe des Kindes oder seinem Fach für Wechselkleidung.

Koch

Frisch zubereitetes und gesundes Essen ist in den Zebra Kitas eine Selbstverständlichkeit. Für das Mittagessen und die Zwischenmahlzeiten ist ein Koch zuständig, der vor Ort in der Küche der Einrichtung das Essen zubereitet. So können die Kinder ihm dabei zuschauen, wie das Essen entsteht, vom Einkaufen bis zur fertigen Mahlzeit. Da die Küche jeweils im zentralen Bereich der Einrichtung liegt und für die Kinder einsehbar ist, lernen sie unseren Koch persönlich kennen und viele bauen schnell eine eigene Beziehung zu ihm als Mitglied des Zebra Teams auf. Einmal wöchentlich leitet der Koch ein Angebot in der Küche, in dem entweder gemeinsam gekocht und gebacken wird, oder aber auf kreative Weise in der Küche experimentiert werden darf, zum Beispiel bei der künstlerischen Entfremdung von Lebensmitteln wie Rote-Beete-Malen oder Tintenfisch zeichnen.

Körper, Bewegung und Gesundheit

BildungsbereicheGesundheit ist ein Zustand vollständigen Wohlbefindens.“ WHO Gesundheit vereint körperliche, geistige und soziale Aspekte. Ein bewusster Umgang mit Gefühlen, verlässliche und vertrauensvolle Beziehungen, die eine sichere Bindung ermöglichen, soziale Anerkennung und das Gefühl der Selbstwirksamkeit sind daher wichtige Bestandteile der Gesundheitsförderung. Zu lernen, wie sich Wohlbefinden herstellen lässt und wie man Verantwortung für das eigene Wohlergehen nehmen kann, sind entsprechend wichtige Einflussfaktoren auf die Gesundheit von Kinder. Körper und Bewegung spielen dabei eine wichtige Rolle, denn Körper und Emotionen hängen in besonders enger Weise zusammen. Bewegung ist die Grundlage für Lern- und Bildungsprozesse und die Voraussetzung für die Entwicklung kognitiver, emotionaler, sozialer und sprachlicher Fähigkeiten. Indem sich Kinder bewegen, bilden sie ihre Gefühle, indem sie ihren Körper und dadurch seine Befindlichkeiten kennen und verstehen lernen. Eine gute Körperwahrnehmung und eine positive Beziehung zum eigenen Körper wirkt sich ganzheitlich auf das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl aus.
Quelle: Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin: Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege. Berlin: verlag das netz 2014.

Kommunikation

Nach dem Motto „Was nicht kommuniziert wird, existiert nicht“ ist ein wertschätzender Austausch für uns die Grundlage für gegenseitiges Verstehen. Eine gute Kommunikation zwischen euch als Eltern und uns als Einrichtung ist uns daher ein wichtiges Anliegen. Tür- und Angel-Gespräche bieten jederzeit Gelegenheit, Fragen zu klären, sich zu informieren oder ein Anliegen loszuwerden. Darüber hinaus sind wir bemüht, ausgiebig und aktuell über alle wichtigen Belange in Form von Aushängen und Rundmails zu informieren. Bei Anliegen, die über die Möglichkeit eines Tür-und Angel- Gesprächs hinausgehen, sind wir natürlich auch auf anderem Wege erreichbar (→ Erreichbarkeit).

Konflikte

Konflikte zwischen Kindern sind ganz natürlich und bilden wichtige Lernsituationen für erfolgreiche und angemessene Strategien der Konfliktlösung. Sie haben meistens ihre Ursache in einem unerfüllten Bedürfnis eines Kindes. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kinder darin zu stärken und zu unterstützen, Konflikte selbst untereinander zu lösen. Oftmals äußert sich der Frust über ein unerfülltes Bedürfnis in einer körperlichen Auseinandersetzung (Hauen, kneifen, Beißen), insbesondere bei Kindern in den ersten Lebensjahren. In diesen Fällen ist es natürlich besonders wichtig, dass sie von einer pädagogischen Fachkraft begleitet werden und die Kinder lernen, andere Lösungsstrategien für den Konflikt zu finden und diese umzusetzen. Kinder brauchen dafür gute Vorbilder, durch die sie lernen können, wie ein Konflikt auf angemessene und auf „gewaltfreie“ Weise gelöst werden kann. Es ist in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen, das eine körperliche Auseinandersetzung und scheinbare Aggressionen in dieser Alterspanne ganz natürlich sind und ein Zeichen der Hilflosigkeit seitens des Kindes, eine geeignetere Strategie zu finden, den Konflikt zu lösen. Bei Grenzüberschreitungen bestehen bei uns in der Einrichtung klare Regeln, die von den pädagogischen Fachkräften konsequent umgesetzt werden. Wichtig ist, dass Konsequenzen noch im Zusammenhang des Konflikts und unmittelbar in der Situation erfolgen. Konflikte, die in der Kindertagesstätte erfolgen, werden daher auch dort gelöst. Konsequenzen oder „Bestrafungen“, die erst später zu Hause erfolgen, haben für das Kind keinen unmittelbaren Zusammenhang mehr und sind daher unwirksam oder kontraproduktiv. Wir bitten daher darum, die Konflikte nicht noch einmal zu Hause zu thematisieren. Es sei denn, ein Kind beschäftig der Konflikt weiterhin und es spricht ihn von sich aus an. Dann ist es sinnvoll, gemeinsam mit dem Kind darüber zu sprechen und es dabei zu unterstützen, weitere Lösungsmöglichkeiten für den Konflikt zu finden oder aufzuzeigen.

Konzeption

In der Konzeption wird die pädagogische Ausrichtung und Organisationsstruktur einer Kindertageseinrichtung schriftlich geregelt und festgehalten. Sie ist die verbindliche und spezifische Darstellung der Grundsätze und der Struktur einer Einrichtung, die dem Träger und dem Team als Arbeitsgrundlage dient und den Eltern einen Einblick in das pädagogische Konzept und den strukturellen Aufbau der Einrichtung verschafft. Wenn du die Konzeption der Zebra Kitas noch nicht erhalten hast, kannst Du sie bei der Kita Leitung anfordern.

Konzeptionstage

Die pädagogische Konzeption der Zebra Kitas wird regelmäßig hinterfragt, angepasst und weiterentwickelt, um eine qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit zu gewährleisten. Wir nehmen uns dafür drei Tage im Jahr Zeit, um gemeinsam mit allen Beteiligten der Einrichtungen (Träger, pädagogische Leitung und Mitarbeiter*innen) am pädagogischen Konzept zu arbeiten. An diesen Tagen bleiben die Kitas geschlossen. Die Termine für die Konzeptionstage werden am Ende des Kita-Jahres für das kommende Jahr festgelegt und sind im Jahreskalender notiert.

Kooperation

Der Träger Z.E.B.R.A. e.V. legt in seiner Bildungsarbeit viel Wert auf Vernetzung und Austausch mit anderen Einrichtungen, Institutionen und Fachleuten. Der Trägervorstand ist Mitglied in verschieden Gremien und Initiativen und immer auf der Suche nach geeigneten Kooperationen für die Zebra Kitas. Auf diese Weise sind bereits regelmäßige Leitungstreffen und Kooperationen mit anderen Kindertagesstätten, Grundschulen und der Universität Köln entstanden. Auch Frühförderzentren, Therapeut*innen und insbesondere auch kulturelle Institutionen, wie Museen, Theater und Bibliotheken sind geschätzte Kooperationspartner. Den aktuellen Themen und Projekten der Kinder entsprechend wird ein besonderer Austausch mit Fachleuten und Expert*innen unterschiedlichster Gebiete gefördert.

Kosten

Beiträge

Krankheiten

Erkrankte Kinder dürfen die Kindertagesstätte nicht besuchen. Und auch die Genesung erkrankter Kinder erfolgt am besten und schnellsten in der vertrauten und sicheren Umgebung zu Hause. Diese Regelung besteht nicht nur zum Schutz des betroffenen Kindes, sondern auch zum Schutz der anderen Kinder der Einrichtung und des pädagogischen Personals, dies gilt insbesondere bei Infektionskrankheiten (→ Infektionsschutz). Wenn dein Kind krank ist, gib uns bitte kurz telefonisch oder per Mail bis 9 Uhr Bescheid, damit wir das Fehlen des Kindes in der Tagesplanung berücksichtigen können. Tritt die Erkrankung oder der Verdacht auf Erkrankung in der Einrichtung auf, wirst du als Elternteil unverzüglich vom pädagogischen Personal benachrichtigt. Du bist verpflichtet, das Kind falls erforderlich – unverzüglich abzuholen. Ist ein Kind nur leicht erkältet oder leidet an einer kleinen Unpässlichkeit, die andere Kinder nicht gefährdet, kümmert sich das pädagogische Personal um die notwendigen Gesundheitsmaßnahmen. Die Erzieher*innen übernehmen einfache therapeutische Maßnahmen, zum Beispiel Nasenpflege oder die Verabreichung von Medikamenten im Auftrag der Eltern, um die Genesung zu unterstützen. Homöopathische Medikamente werden als nebenwirkungsfreie Mittel bevorzugt. Kranke Kinder mit Fieber, Erbrechen, Durchfall oder einer ansteckenden Krankheit können erst nach vollständigem Abklingen der Symptome wieder in die Kita gehen. Sie müssen dafür 24 Stunden symptomfrei gewesen sein. Bei chronisch kranken Kindern benötigen die Zebra Kitas eine ärztliche Bescheinigung, dass der Besuch des Kindes in der Kita unbedenklich ist.

Kritik

In unserer bunten Zebra-Gemeinschaft bestehen immer auch unterschiedliche Sichtweisen, Vorstellungen und Wünsche bezüglich der Gestaltung und Handhabung des pädagogischen Konzepts und des Alltags in den Einrichtungen. Konstruktive Kritik ermöglicht es uns, unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Wir sehen Kritik in diesem Sinne als Chance und Hilfe, uns weiterzuentwickeln und zu verbessern. Fehler beinhalten immer auch Entwicklungschancen und wir sind dankbar über konstruktive Anregungen und Verbesserungsvorschläge, die die Qualität unserer Arbeit steigert. Wenn sich deine Kritik auf eine individuelle Situation bezieht, die dein Kind betrifft, ist es erfahrungsgemäß der Beste Weg, mit deinem Anliegen direkt die zuständige pädagogische Fachkraft (z.B. die Bezugserzieher*in oder die Gruppenleiter*in) anzusprechen und dein Anliegen auf diesem Weg zu klären. Wenn sich die Situation auf diese Weise nicht zufriedenstellend lösen lässt oder deine Kritik allgemeiner Art ist, besteht die Möglichkeit sich mit deinem Anliegen an den Elternbeirat zu wenden. Auf diese Weise kann es über die Elternvertretung auf direktem Weg in den Kitarat getragen werden und gelangt unmittelbar an die zuständigen Personen.

Kulturelle Bildung

Kindern frühstmöglich einen Zugang zu Kultur zu vermitteln liegt uns am Herzen. Als Bildungseinrichtung sehen wir es als unsere Aufgabe, in Angeboten und Projekten Kultur für Kinder erlebbar zu machen. Darunter verstehen wir Besuche von geeigneten Konzerten, Opern, Theaterstücken oder Museen und Bibliotheken. Kulturelle Bildung beinhaltet jedoch auch die spielerische und kreative Auseinandersetzung mit Kulturtechniken. Dazu gehören künstlerisch-handwerkliche Tätigkeiten wie Nähen, Häkeln, Stricken, Zimmern und Basteln, aber auch Vorläuferfähigkeiten des Lesens- und Schreibens.

L

Leitbild – Bild des Kindes

Reggio-Pädagogik

Leitung

Die Zebra Kitas werden jeweils von einer pädagogischen Leitung geführt, die neben ihrer Leitungstätigkeit auch als Erzieher*innen in den Gruppen tätig sind. Zu den Leitungsaufgaben gehören die Organisation des (pädagogischen-)Alltags, die Mitarbeiterführung, Verwaltungsaufgaben und die Zusammenarbeit mit den Familien. Gemeinsam mit dem Träger sind sie mit der Bearbeitung und Weiterentwicklung der Konzeption und an organisatorischen Prozessen der Einrichtung betraut.

Lernbegleiter*innen

Reggio-Pädagogik

Lernen

Lernen ist für die Kinder der Zebra Kitas, die als Bildungseinrichtungen konzipiert sind, selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Gemäß dem Leitbild der Einrichtungen findet Lernen dabei als natürlicher Prozess statt, indem Kinder sich ihren Themen und Interessen entsprechend mit der Welt auseinandersetzen. Die den Kindern angeborene Neugier und der daraus resultierende Wissens- und Forscherdrang wird vom pädagogischen Team unterstützend und impulsgebend begleitet. Lernen verstehen wir in diesem Sinne als aktiven Selbstbildungsprozess der Kinder, der nicht zu verwechseln ist mit Lernmethoden, bei denen Kinder wie ein leeres Gefäß mit Wissen „gefüllt“ werden. Vielmehr gleicht der Lernprozess einer Reise auf der sich Kinder und Erwachsenen gemeinsam mit Unbekanntem auseinandersetzten und dabei Neues entdecken und verstehen lernen.

Licht und Schatten

Licht und Schatten sind essentielle Bestandteile ästhetischer Erfahrungen und erhalten in der Reggio-Pädagogik eine entsprechende Bedeutung. Erst durch Licht ist es uns möglich zu sehen, Farben wahrzunehmen und Schatten entstehen zu lassen. Der Bedeutung des Lichts wird zum einen in der Gestaltung der Räume Ausdruck verliehen, durch großzügige Fenster und helle Wände, aber auch in konkreten Experimentiermöglichkeiten, wie beispielsweise Leuchttischen und Projektoren, die es Kindern ermöglichen, Licht, Schatten und Farben genauer zu untersuchen und mit ihnen zu experimentieren. Das Thema Licht und Schatten beinhaltet jedoch nicht nur ästhetische Aspekte, sondern auch Zugänge zu Naturwissenschaften und Philosophie. In den Naturwissenschaften durch das Ergründen von Phänomenen wie Tag und Nacht, Wärme und Kälte, die Bedeutung des Lichts in der Biologie als Lebensnotwendigkeit für Lebewesen und Pflanzen, in der Technik durch künstlich erzeugtes Licht und Wärme. Im Schattentheater oder der allgemeinen Auseinandersetzung mit Schatten entstehen Verbindungen zur Philosophie, indem Kinder sich mit der Bedeutung von Licht für das Leben auseinandersetzen, oder mit der Frage, gehört mein Schatten noch zu mir? Bin das ich?
Quelle: Hrsg.: Stiftung Haus der kleinen Forscher: Licht, Farben, Sehen. Eine Ideensammlung für die Projektarbeit in der Kita. Berlin 2012.

Literacy

Der Begriff Literacy umfasst die Fähigkeit des Lesens und Schreibens und schließt im weiteren Sinne Erfahrungen mit Lese- und Erzählkulturen, Literatur und Medien und Kompetenzen in der Schriftsprache in Abgrenzung zur gesprochenen Umgangssprache ein. In den ersten Lebensjahren ist es wichtig, grundlegende Vorläuferfähigkeiten anzuregen, die den Grundstein für das Erlernen des Lesens und Schreibens legen. Wir fördern diese Fähigkeiten durch einen vielfältigen, spielerischen Umgang mit Sprache, Bilderbüchern, dem (Vor-)lesen und einer ersten Auseinandersetzung mit Schriftkultur.
Quelle: http://www.kindergartenpaedagogik.de/1719.html (11.01.2018)

Lob

Lob in Maßen kann eine ganz natürliche und sinnvolle Reaktion im alltäglichen Miteinander sein. Aus pädagogischer Sicht stehen wir dem Lob als Erziehungsmittel jedoch kritisch gegenüber. Ständiges Lob für gewünschtes Verhalten, Fähigkeiten oder das Erscheinungsbild von Kindern macht abhängig und verhindert die Entwicklung von innerer Motivation. Wichtiger ist uns in den Zebra Kitas die Förderung dieser inneren, aus sich selbst entstehenden Motivation. Unser Ziel ist es, Kinder dazu anzuregen, etwas zu tun weil sie es gerne machen, es einfach Spaß macht, es sinnvoll oder herausfordern ist, oder es sie an ein gewünschtes Ziel bringt. Kinder, die es gewohnt sind, Dinge zu tun, um gelobt zu werden, fällt eine solche innere Motivation zunehmend schwer und macht sie abhängig von der Meinung (und dem Lob) eines anderen. Anstatt zu Loben ziehen wir es daher vor, dem Kind mit einer wertschätzenden Haltung zu begegnen, ihm zu vermitteln, dass wir sein Verhalten, seine Lernerfolge und Fähigkeiten wahrnehmen und uns für seine Gedanken und Gefühle interessieren.

M

Macht

Pädagogische Beziehungen sind immer auch durch Machtverhältnisse geprägt. Dies gilt in besonderem Maße für Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern, da Erwachsene durch ihren Erfahrungs- und Wissensvorsprung und ihre körperliche Überlegenheit von Grund auf in einer mächtigeren Position sind. Zudem sind Kinder durch ihre Erziehungsbedürftigkeit in hohem Maße von Erwachsenen abhängig. Es kann daher in der Kita nicht darum gehen, ob pädagogische Fachkräfte Macht gegenüber Kindern ausüben, sondern vielmehr in welcher Weise und wie stark diese reflektiert wird. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Macht und Zwang: Macht braucht die Zustimmung und Akzeptanz derer, über die sie ausgeübt wird. Zwang hingegen entsteht, wenn der machthabenden Person Zustimmung und Akzeptanz entzogen wird, wenn also gegen den ausdrücklichen Willen eines Kindes gehandelt wird. Durch den Sorge- und Schutzauftrag der pädagogischen Fachkraft gegenüber dem Kind, kommt es zu Situationen, in denen Zwang ausgeübt werden muss, um ein Kind oder eine Kindergruppe zu schützen oder eine Gefahr abzuwenden. Es ist uns in unseren Einrichtungen jedoch wichtig, unsere Macht und der damit einhergehende Zwang nicht unreflektiert als eine Selbstverständlichkeit zu erachten, sondern sie zu thematisieren. Kinder haben ein Recht auf Rechtfertigung. Dies bedeutet nicht, dass wir in jeder Situation mit Kindern die Ausübung von Macht beziehungsweise Zwang diskutieren. Vielmehr bedeutet das für uns als pädagogische Fachkräfte, dass wir unsere Macht nicht leugnen, sondern Kinder über unsere Entscheidungen informieren, da wo es möglich ist einbeziehen und vor allem, dass wir ihnen deutlich machen, aus welchem Grund wir Macht oder Zwang ausüben.
Quelle: Hansen, Rüdiger; Knauer, Reingard; Sturzenhecker, Benedikt: Partizipation in Kindertageseinrichtungen. So gelingt Demokratiebildung mit Kindern!. Weimar Berlin: verlag das netz 2011.

Mahlzeiten

In den Zebra Kitas werden alle Mahlzeiten täglich frisch zubereitet. Es gibt ein ausgewogenes, reichhaltiges Frühstück, eine „Obstrunde“ am vormittag, das Mittagessen und die Merenda am Nachmittag, die aus Obst und einem getreidehaltigen Snack besteht. Die Küche befindet sich jeweils an einem zentralen Ort in der Einrichtung, sodass die Kinder die Zubereitung der Mahlzeiten jederzeit mitverfolgen können. So erleben sie jeden einzelnen Schritt vom Einkauf bis zum fertigen Essen. Sie sehen, wenn unser Koch mit den frischen Lebensmitteln vom Einkaufen kommt, sie können ihn aus sicherer Entfernung bei den einzelnen Zubereitungsschritten in der Küche beobachten und sie haben die Möglichkeit, sich zu erkundigen, wann das Essen fertig ist und mit etwas Glück schon mal eine Kleinigkeit zum probieren erhaschen. Es ist uns sehr wichtig auf diese Weise vermitteln zu können, wie unserer tägliches Essen zubereitet wird und somit auch, wie die einzelnen Lebensmittel vor und nach dem Kochen aussehen. Die Mahlzeiten werden dann innerhalb der U3 und der Ü3 Gruppe mit dem pädagogischen Personal gemeinsam eingenommen. Wenn es die Zeit hergibt, setzt sich auch unser Koch dazu, der natürlich auch interessiert darin ist, wie sein Essen den Kindern schmeckt. Neben dem gemeinsamen Essen werden die Mahlzeiten vom pädagogischen Team genutzt, sich in Ruhe mit einzelnen Kindern auszutauschen und dadurch auch einen gezielten Blick auf die Sprachentwicklung einzelner Kinder in ruhiger Atmosphäre zu richten.

Mathematische Grunderfahrungen

BildungsbereicheDas Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben.“ Galilei Die Grundlagen für mathematisches Denken entwickeln sich in den ersten Lebensjahren und bauen bereits auf Kompetenzen auf, die Säuglinge schon in den ersten Lebensmonaten zeigen. Schon früh haben Kinder Freude am Zählen, Vergleichen, Ordnen und dem entdecken von Mustern. Diese mathematischen Tätigkeiten lassen sich mit kreativem Spaß und Erfolgserlebnissen verbinden. Die vorhandene Offenheit und das frühe Interesse der Kinder ist gut geeignet, um gemeinsam mit ihnen mathematische Alltagsphänomene zu entdecken und auf spielerische Art und Weise zu untersuchen. Dazu gehören Regelmäßigkeiten und Muster, Reihenfolgen, Wiederholungen und Dimensionen von Zeit, aber auch das Messen, Sortieren und Ordnen, Schätzen, Wiegen und Vergleichen: „Alles ist Zahl“. Mathematik ermöglicht dem Kind Orientierung in einer komplexen Welt und hilft ihm, sich im räumlichen Umfeld und in zeitlichen Strukturen zurecht zu finden.
Quelle: Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin: Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege. Berlin: verlag das netz 2014.

Mehrsprachigkeit

Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft. Verschiedene Weltbilder, Religionen und Sprachen sind immer mehr als einmal vorhanden. In den Zebra Kitas spiegelt sich diese facettenreiche Realität in gelebter Mehrsprachigkeit wider. Deutsch- und italienischsprachige pädagogische Fachkräfte bilden ein Team, das ein harmonisches und respektvolles Miteinander vorlebt. Die Mitglieder des Teams sind sich ihrer Vorbildrolle bewusst und unterstützen die Kinder darin, schon früh unterschiedliche Sichtweisen und Wertvorstellungen als Bereicherung zu erfahren. Die Immersionsmethode, nach der die Sprache von Pädagogischen Fachkräften im Alltag „gelebt“ wird, deren Erstsprache Deutsch oder Italienisch ist, ist eine äußerst erfolgreiche Methode, die ganz auf den „Sprachunterricht“ verzichtet. Wir leben die Bilingualität und die Multikulturalität, indem wir in beiden Sprachen singen, feiern, essen, spielen und sprechen. Die Kinder lernen dabei auf natürliche Weise eine weitere Sprache kennen oder erweitern ihre Kenntnisse der Sprache ihrer Eltern oder Großeltern. Im Bereich der Kinder unter drei Jahren ist dieses Modell besonders geeignet, da Kinder in diesem Alter viel stärker nonverbal durch Gestik, Mimik und Intonation kommunizieren und daher einem neuen Sprachsystem mit Offenheit begegnen. Internationale Förderprogramme ermöglichen es uns, in regelmäßigen Abständen zusätzliches Personal wie beispielsweise Austauschstudenten einzusetzen. Wir streben zudem Kooperationen mit Universitäten an, um die Bilingualität der Kinder wissenschaftlich zu begleiten.

Merenda

Merenda ist der schöne italienische Ausdruck für eine kleine Zwischenmahlzeit am Nachmittag, für den es im Deutschen leider mit „Nachmittagssnack“ oder „Nachmittagsimbiss“ keine entsprechend schöne Übersetzung gibt. Die Merenda am Nachmittag besteht bei uns aus saisonalem Obst und einem getreidehaltigen Snack. Einmal die Woche gibt es zur Merenda neben dem Obst auch einen von unserem Koch frisch zubereiteten Kuchen. Selbstverständlich wird dieser ohne Industriezucker gemacht, sondern ausschließlich mit der natürlichen Süße von Trockenobst, Dicksäften oder Sirup.

Mittagessen

Für das Mittagessen läßt sich unser Koch überwiegend aus der italienischen Küche inspirieren, nimmt aber auch gerne internationale Einflüsse in seine Gerichte mit auf. Wichtig ist ihm dabei eine gesunde, abwechslungsreiche und überwiegend vegetarische Ernährung mit Fokus auf saisonale und überwiegend auch regionale Lebensmittel. Einmal in der Woche wird eine Mahlzeit mit jeweils Fisch oder Fleisch angeboten. Durch die Vielfalt an Gemüsesorten, Getreide, Hülsenfrüchten, Gewürzen und Zubereitungsvariationen, haben die Kinder die Gelegenheit neben den ihnen bekannten Geschmäckern auch ihnen vielleicht noch unbekannte neue Lebensmittel und somit Geschmacksrichtungen zu entdecken. Es ist uns dabei wichtig, dass kein Kind etwas essen muss, das es nicht mag und es selbstbestimmt entscheiden und auswählen kann. Wir unterstützen die Kinder jedoch darin, auch Dinge zu probieren, die sie noch nicht kennen und beim ersten Mal vielleicht auch noch nicht probieren möchten. Unsere Erfahrung zeigt uns dabei, dass Kinder mit der Zeit immer probierfreudiger werden und nach einer Weile ihren Geschmack ganz von selbst erweitern. Doch auch wenn Kinder das angebotene Essen gar nicht mögen oder probieren wollen, gibt es immer eine Reserve an Brot oder Käse, sodass kein Kind hungrig in die Mittagspause gehen muss. Auf Allergien, Unverträglichkeiten oder den Verzicht bestimmter Lebensmitteln aus religiösen Gründen (wie z.B. Schweinefleisch), nehmen wir selbstverständlich Rücksicht. Der Speiseplan wird jeweils für den kommenden Monat im voraus von unserem Koch erstellt, und ist an der Informationstafel in der Piazza einzusehen. Das tagesaktuelle Gericht ist zudem der Menütafel im Eingangsbereich zu entnehmen.

Mittagsruhe

Die Mittagsruhe ermöglicht allen Kindern eine Pause im Tagesablauf, in der sie sich entspannen, zur Ruhe kommen und neue Kraft für den Nachmittag tanken können. In unserem Schlafraum hat jedes Kind, das noch regelmäßig Mittagsschlaf macht, einen festen Schlafplatz. Wir sind in einem uns möglichen Rahmen bemüht, jedem Kind einen Mittagsschlaf nach seinem individuellen Schlafrhythmus zu ermöglichen. Alle Kinder, die mittags nicht mehr schlafen, verbringen die Mittagsruhe begleitet von einer pädagogischen Fachkraft im Gruppenraum. Wichtig ist uns dabei eine Atmosphäre der Ruhe, in der Kinder die Möglichkeit haben, sich tatsächlich zu entspannen. Ein gemütliches Matratzenlager mit Kissen und Decken bietet einen Rückzugsraum, der zum Dösen und Tagträumen einlädt. Nebenbei wird vorgelesen, es werden Hörspiele gehört oder gemalt.

Morgenkreis

Feste Rituale im Tagesablauf unterstützen Kinder dabei, sich eigenständig zu orientieren und geben durch wiedererkennbare Strukturen Halt. Der tägliche Morgenkreis ist für die Kinder ein solches Ritual, mit dem wir gemeinsam den Tag beginnen. Wir schauen, wer heute alles da ist und wer fehlt, informieren die Kinder über den geplanten Tagesablauf und geben Raum für eigene Vorschläge und Ideen. Lieder und Spiele auf Deutsch und Italienisch spiegeln die Jahreszeiten wieder und fördern die motorischen und kognitiven Fähigkeiten. Damit alle Kinder ungestört am Morgenkreis teilnehmen können und es keine störenden Unterbrechungen gibt, bitten wir darum, die Kinder nicht während des Morgenkreises zu bringen, sondern 15 Minuten vorher oder danach. Die Zeiten des Morgenkreises für die U3 und die Ü3 Gruppe können dem Tagesablauf entnommen werden.

Münchener Modell

Eingewöhnung

Musik

BildungsbereicheEs gibt Bereiche der Seele, die nur durch die Musik beleuchtet werden.“ Kodály Musik ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Bildung. Sie bietet Kindern vielseitige Erfahrungen auf der sinnlich-ästhetischen Ebene in Form von Klang, Geräuschen, Bewegung, Rhythmus, Tanz und dem Singen. Musik kann berühren und es Kindern ermöglichen Empfindungen wie Freude, Traurigkeit, Sehnsucht und Unbeschwertheit wahrzunehmen, bevor sie die sprachlichen Ausdrucksmöglichen für diese Empfindungen beherrschen. Musik kann auch als verbindendes Element zwischen verschiedenen Kulturen und Sprachen dienen. Lieder und Reime sind essentieller Bestandteil der Sprachförderung in der frühen Kindheit. In den Zebra Kitas spielt Musik daher in der pädagogischen Arbeit eine große Rolle, sowohl integriert im Alltag, als auch in Projekten. Ergänzend kommt einmal die Woche eine externe Musikpädagog*in in die Einrichtung, um mit den Kindern auf spielerische Weise zu musizieren und zu singen. Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, versuchen wir es den Kindern zu ermöglichen Instrumente kennenzulernen, Musiker*innen beim musizieren zu erleben und Konzert- und Opernangebote für Kinder zu besuchen.
Quelle: Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin: Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege. Berlin: verlag das netz 2014.

N

Nachhaltigkeit

Den Zebra Kitas ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen. Umweltschutz und ein achtsamer Umgang mit Ressourcen ist uns dabei nicht nur bei der Ausstattung der Einrichtungen wichtig, sondern auch in der täglichen Arbeit. Das wollen wir auch der nachkommenden Generation vermitteln indem wir ein Vorbild sind für die Kinder. Wir nutzen daher bevorzugt im weitesten Sinne recycelte Materialien und thematisieren einen achtsamen Umgang zum Beispiel mit Papier oder Wasser auch in entsprechenden Projekten. Neben dem Recycling bietet vor allem auch das Upcycling von Gegenständen viel Raum für Kreativität und Fantasie der Kinder und regt dazu an, Dinge und Materialien als kostbar zu erachten und nicht einfach wegzuschmeißen. Vielmehr wird immer wieder überlegt, wofür sie noch nützlich sein könnten und wozu sie- auch zweckentfremdet- noch dienen könnten. Insbesondere zum Entdecken und Erforschen bieten gebrauchte Gegenstände und Materialen dabei viel Potential. So lädt ein defekter und nicht mehr zu reparierender Kassettenrecorder dazu ein, ihn auseinander zu bauen und dabei seine Funktionsweisen zu erforschen, oder ihn einfach als Teil einer Zeitmaschine zu benutzen im Freispiel.

Natur

Die Natur bietet Kindern einen immensen und vielfältigen Erfahrungs- und Entdeckungsraum. Kinder, die in der Stadt aufwachsen, haben heutzutage leider immer weniger Möglichkeit Zeit in der Natur zu verbringen. Als Kindertagesstätte sehen wir es daher als unsere Aufgabe, ihnen wieder einen größeren Bewegungsraum draußen im Freien zu bieten. Regelmäßige Naturtage und Ausflüge führen uns daher an Orte in und um Köln, um gemeinsam in der Natur auf Entdeckung zu gehen und unsere Umgebung zu erkunden. Dabei vermitteln wir den Kindern die jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur und lassen sie die natürlichen Elemente entdecken und erleben. Sei es bei Streifzügen durch den Wald, beim Erkunden des Rheinufers oder kleiner Weiher und Seen oder beim Entdecken der zahlreichen Grünflächen und Parks in Köln. Dabei ist es uns wichtig, den Kindern mit Freude die Natur um uns herum zu jeder Jahreszeit mit ihren spezifischen Wetterlagen, wie Sonne, Regen, Wind und Schnee erfahrbar zu machen. Dabei erkunden wir, wie neben uns Menschen, Tiere und Planzen in ihrer natürlichen Umgebung existieren.

Naturwissenschaftliche Grunderfahrungen

BildungsbereicheDer Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind, wie sie sind.“ Aristoteles Kinder erkunden mit großer Neugierde ihre Umwelt und stellen dabei zahlreiche Fragen, um Zusammenhänge zu verstehen. Naturwissenschaften richten sich auf diese systematische Erforschung der Natur durch Beobachtungen, Kategorisierung, Messungen und Analyse. In ihren Fragen und Erkundungen gehen Kinder dabei nach ihrem handlungsleitenden Interesse vor. Erkenntnisse sammeln sie durch Beobachtungen, systematische Versuche, durchs Ausprobieren, prüfen und Vergleichen. Dafür benötigen sie einen Erfahrungsraum, in dem sie mit den Elementen Luft, Wasser, Erde und Feuer in Kontakt kommen. Aufenthalte im Freien, bieten ideale Möglichkeiten, um Naturphänomenen auf den Grund zu gehen. Sie lernen Schwerkraft kennen, wenn etwas herunterfällt, die Veränderung von Konsistenzen, wenn sie Erde und Wasser mischen, Stoffeigenschaften, wenn Schnee in der Wärme schmilzt und das Verhältnis von Licht und Schatten. Naturwissenschaftliche Bildung bedeutet all diese Phänomene sichtbar zu machen und die Möglichkeiten zu schaffen, dass Kinder sie auf ihre Weise erforschen können und Antworten auf ihre Fragen erhalten.
Quelle: Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin: Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege. Berlin: verlag das netz 2014.

O

Obstrunde


Abhängig davon wann und wieviel ein Kind morgens frühstückt, kann es in der Zeit zwischen Frühstück und Mittag bereits wieder hungrig werden. Wir bieten den Kindern daher am vormittag eine Zwischenmahlzeit aus frischem, saisonalen Obst an.

Öffnungszeiten

Die Zebra Kitas sind montags bis donnerstags von 7:30 bis 17:00 und Freitags von 7:30 bis 16:30 geöffnet. Ausgenommen davon sind Feiertage und unsere Schließzeiten.

P

Pädagogik

Die Pädagogik der Zebra Kitas orientiert sich am Ansatz der Reggio-Pädagogik.

Partizipation

Wie im Leitbild formuliert, betrachten die Zebra Kitas das Kind als eigenständige Persönlichkeit, das von Geburt an über alle Fähigkeiten verfügt die es braucht, sich die Welt auf seine Weise kompetent anzueignen. Wir erachten es dabei als unsere Aufgabe, das Kind in seiner Entwicklung zur Selbstständigkeit zu ermutigen und zu unterstützen. Teilhabe und Mitbestimmungsrechte von Kindern, an allen sie und ihren Alltag betreffenden Belangen ist uns daher sehr wichtig. Selbstverständlich gibt es Bereiche, in denen wir uns als pädagogisches Team die Entscheidungsmacht vorbehalten. Dennoch ist es uns wichtig, Kindern einen größtmöglichen Partizipationsrahmen zu schaffen und sie in ihren Rechten (→ Kinderrechte) zu stärken.

Personal

Das Personal der Zebra Kitas besteht aus ausgebildeten Fachkräften mit Erstsprache Deutsch oder Italienisch. Wir richten uns bei der Personalauswahl nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen für pädagogische Fachkräfte des Landes NRW (siehe KiBiz). Darüber hinaus arbeiten in unseren Einrichtungen auch ein Koch, Springerkräfte und Praktikant*innen. Alle Mitarbeiter*innen weisen entweder Erfahrung in der Reggio-Pädagogik auf oder nehmen intensiv an Fortbildungen zur Reggio-Pädagogik teil. Jede*r Erzieher*in spezialisiert sich im Laufe der Zeit auf einen bestimmten pädagogischen Bereich entsprechend der persönlichen Eignung, Vorlieben und Fortbildungen. So entsteht ein Team aus Fachfrauen und Fachmänner, die ihre Kenntnisse in ihren Bereichen immer weiter vertiefen und somit einen höheren Qualitätsstandard in ihrer Arbeit anbieten können. Z.E.B.R.A. e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, auch externes Personal aus unterschiedlichen Gebieten wie Kunst, Theater, Forschen, Konstruieren, Musik und Tanz zu gewinnen. Honorarkräfte werden im Rahmen von Förderprojekten beschäftigt.

Piazza

Im Eingangsbereich der Einrichtung befindet sich die sogenannte Piazza. Sie soll zum Verweilen einladen, informieren und einen Raum schaffen, in dem sich alle Akteure der Kindertagesstätte begegnen: Die Kinder, das Team, die Eltern und Gäste. Die „sprechenden Wände“ in der Piazza erzählen von der Arbeit der Kinder und eine Wand informiert über allgemeine und aktuelle Belange des Kita-Lebens. Eine Kaffeemaschine, Zeitschriften und Bücher für Eltern und Gäste sorgen für eine gemütliche Atmosphäre, ein Sofa lädt zum Ausruhen und (Vor)lesen ein. Die Piazza ist dementsprechend der wichtige und zentrale Dreh- und Angelpunkt der Einrichtung, der in seiner Funktion weit über einen konventionellen Eingangsbereich und einer Garderobe hinausreicht.

Portfolio

Die Dokumentation von Entwicklungs- und Bildungsprozessen der Kinder ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit der Zebra Kitas. Ein Teilbereich dieser Dokumentation ist das Portfolio, ein Ordner, in dem Werke des Kindes, Einzelbeobachtungen, Lernsituationen, Projektdokumentationen, Geburtstage und Rituale des Kita-Alltags für jedes Kind gesammelt und festgehalten werden. Das Portfolio ist eine das Kind wertschätzende Dokumentationsarbeit. Es soll Erinnerungen für das Kind aus der Kita-Zeit sammeln, dokumentieren, was das Kind gelernt und erlebt hat und mit wem es Freundschaften geschlossen hat und es soll dem Kind (und den Eltern) ermöglichen, seine Entwicklung in der Kita-Zeit nachzuvollziehen. Das Portfolio ist Eigentum des Kindes, dementsprechend bestimmt jedes Kind mit, was in seinem Portfolio dokumentiert wird und wer es anschauen darf.

Projekte

Reggio-Pädagogik

Q

Qualitätsmanagement

Die Zebra Kitas erfüllen einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag, verstehen sich jedoch auch als Dienstleister für Familien. Wie in jedem Unternehmen ist es daher wichtig, die Qualität unserer Arbeit messbar zu machen. Wir gestalten die Arbeitsprozesse unserer Einrichtungen transparent und lassen sie in Umfragen regelmäßig vom Team, von euch Eltern und den Kindern bewerten. Durch Fachberatung, Supervision und Coaching holen wir uns zudem professionelle Unterstützung von außen zur ständigen Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Arbeit hinzu. Von 2017- 2020 nehmen die Einrichtungen von Z.E.B.R.A. e.V. am Bundesprogramm Sprachkitas zur Steigerung der Qualität in den Bereichen Sprachbildung, Inklusion und Zusammenarbeit mit Familien teil.

R

Rechte

Kinderrechte

Recycling

Nachhaltigkeit

Reggio-Pädagogik

Die pädagogische Arbeit der Zebra Kitas gründet sich auf der Reggio-Pädagogik. Dieser in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia entwickelte Ansatz wurde 1991 von der UNESCO als Weltbeste Vorschulpädagogik ausgezeichnet. Sie ist geprägt durch ein humanistisches Weltbild und eine demokratische Gesellschaftsordnung und definiert die Kindertageseinrichtung als eine vernetzte Gemeinschaft, in der alle Akteure in kooperativen Verbindungen zueinanderstehen. Wichtige Grundsätze dieser Pädagogik sind:

Leitbild – Das Bild vom Kind

Das Kind ist von Geburt an mit Neugier und Wissensdurst ausgestattet und kompetent darin, die Welt zu entdecken und zu erforschen. Wichtig für erfolgreiche Lern- und Bildungsprozesse sind die Motivation und Begeisterung des Kindes. Die pädagogische Arbeit setzt daher am Interesse und den individuellen Themen eines Kindes an und lässt die Erwachsenen auf diesem Weg zu Lernbegleiter*innen und Mitforschenden werden. Das Kind ist in diesem Sinne aktiver Gestalter seiner eigenen Bildungsprozesse, das mit Kreativität und Fantasie zum Konstrukteur seiner eigenen Entwicklung, seines Könnens und seines Wissens wird. Eigenständigkeit und Selbstständigkeit des Kindes gelten als wichtige zu fördernde Güter. Die Aufgabe der pädagogischen Arbeit besteht somit in erster Linie darin, einen interessanten, anregenden und vielfältigen Erfahrungsraum zu schaffen, der dem Wissensdurst und dem Forschungs- und Entdeckungsdrang des Kindes gerecht wird.

Das Bildungsverständnis

In der Reggio-Pädagogik werden Kinder als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft ernstgenommen. Die Gemeinschaft hat dabei allgemein einen hohen Stellenwert, als kooperative Verbindung zwischen Menschen: In Familien, Kindertageseinrichtungen, Nachbarschaften und Stadtteilen. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Partnern ist dabei von entsprechender Bedeutung; die Qualität der Gemeinschaft resultiert aus der Vielfalt der unterschiedlichen Kompetenzen aller Mitglieder, aus Solidarität und Gemeinsinn. Entwicklung, Bildung und Lernen werden so nicht isoliert voneinander betrachtet, vielmehr sind sie miteinander verflochten. Grundlage für eine solche nachhaltige und erfolgreiche Bildungsarbeit sind funktionierende Netzwerke zwischen Kindern, Pädagog*innen und Familien in der Gemeinschaft. Das kreative und geistige Potential eines jeden Einzelnen wird innerhalb der Gruppe erweitert, vervielfacht und bereichert sich auf diese Art gegenseitig. Bildung ist dabei ein ganzheitlicher Ansatz, der sich nicht nur auf das Lernen und Aneignen von Wissen bezieht, sondern auch die Entwicklung von Identität und eigenständiger Persönlichkeit einbezieht.

Die Rolle der Erwachsenen Lernbegleiter*innen

Erzieher*innen sind in der Reggio-Pädagogik in erster Linie Lernbegleiter*innen und Dialogpartner*innen der Kinder. Erziehungs- und Bildungsarbeit wird als gemeinsamer Interaktionsprozess zwischen Kindern und Erwachsenen verstanden, in dem beide Parteien zum Staunen, Nachdenken, Fragestellen und Experimentieren herausgefordert werden. Diese Herangehensweise setzt eine große Offenheit seitens der Erwachsenen voraus, die sich darauf verstehen, sich auf die Perspektive der Kinder einzulassen und die Welt immer wieder aufs Neue gemeinsam zu entdecken und zu erkunden. Die Aufgaben der Erzieher*innen bestehen dabei im Schaffen einer sicheren und anregenden Atmosphäre der Geborgenheit, im einfühlsamen Zuhören und Beobachten, im kompetenten Begleiten der Lern- und Bildungsprozesse der Kinder und nicht zuletzt in der stetigen Weiterbildung und Erweiterung von Kompetenzen und persönlichen Interessen, durch die sich ein pädagogisches Team bildet, das den Kindern Kompetenzvielfalt und vielseitige Talente zur Verfügung stellen kann.

Der Raum als 3. Erzieher

Den Räumen wird in den Einrichtungen der Reggio-Pädagogik eine wichtige Rolle zugesprochen. Die Raumgestaltung zeichnet sich durch Klarheit, Ordnung und Ästhetik aus. Helle, lichtdurchflutete Räume und Transparenz durch Einsichtsmöglichkeiten in die verschieden Bereiche sollen Offenheit, Kommunikation und Austausch zwischen allen Akteuren der Kindertagesstätte schaffen. Eine anregende Lernumgebung mit Zugang zu vielseitigen Materialen und Gegenständen, die zum experimentieren und erforschen einladen und vielfältige Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten, sind Voraussetzung einer erfolgreichen Arbeit im Sinne der Reggio-Pädagogik. Die Umgebung der Kinder wird daher nicht als fertiges Lernarrangement konstruiert, vielmehr wird ein räumlicher Rahmen geschaffen, der den inhaltlichen Ansatz der Pädagogik widerspiegelt, indem er zur experimentellen, kreativen Auseinandersetzung mit der Umwelt einlädt.

Die Hundert Sprachen des Kindes

Loris Malaguzzi, Mitbegründer der Reggio-Pädagogik, spricht von den hundert Sprachen eines Kindes: „Das Kind hat hundert Sprachen, in denen es sich ausdrücken kann, es verleiht auf kreative Weise seinem Eindruck über die Welt einen Ausdruck, sei es durch Worte oder durch Werke, die es gestaltet!“ Die hundert Sprachen eines Kindes sind in der Reggio-Pädagogik eine Metapher für seine vielfältigen Ausdrucksformen. Die Auseinandersetzung mit der Welt vollzieht sich bei Kindern auf individuelle, kreative und fantasievolle Art und Weise und jede dieser Ausdrucksformen verdient es, Wertschätzung und Anerkennung zu erfahren. Den kreativen und schöpferischen Potentialen von Kindern wird daher in der pädagogischen Arbeit besondere Aufmerksamkeit verliehen. Dafür werden vielseitige Materialen und Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit der Umwelt in den Einrichtungen zur Verfügung gestellt, die es dem Kind erlauben, sich auf unterschiedlichste Art mit seinen Gedanken, Sinneseindrücken, Erfahrungen und Erlebnissen auseinanderzusetzen und sie in seiner „eigenen Sprache“ zum Ausdruck zu bringen.

Projekte

Die Arbeit in Projekten ist das Herzstück der Reggio-Pädagogik. Wichtig ist dabei, dass die Projekte aus dem Interesse der Kinder und ihrer Themen heraus entwickelt werden und einen Bezug zu ihrer Erfahrungswelt und Lebensumwelt aufweisen, damit das Lernen durch Begeisterung, Freude und Motivation getragen wird. Die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse von Projekten gründen sich auf Fragen, Entdeckungen und Experimenten, die von den Kindern ausgehen und von den Erwachsenen begleitet und in die pädagogische Arbeit integriert werden. Die Projektarbeit ist ein partizipativer Prozess, der in der gemeinsamen Weiterentwicklung einer Idee oder einer Frage besteht, in der jeder einzelne sich auf seine Weise einbringt und der durch die gemeinschaftliche Auseinandersetzung befruchtet wird. Auslöser für das Entstehen neuer Projekte können so Naturphänomene, Bücher, Ausflüge und vor allem die Fragen der Kinder sein. In den Projekten gibt es keine im Vorfeld feststehenden Ergebnisse, fertige Lösungen oder einen voraussehbaren Ausgang. Wie in der Wissenschaft werden Hypothesen aufgestellt, überprüft, verworfen oder bestätigt. Die Kinder durchlaufen in den Projekten Lernprozesse, in denen sie sich durch experimentelle Versuche dem Thema annähern dürfen. Aus dieser Perspektive gibt es dabei keine Fehler, sondern einfach individuelle und vielfältige Wege. Die Projektprozesse und Lernwege der Kinder werden mit den Ergebnissen der Arbeit, erläuternden Texten, Fotos und authentischen Dialogen der Kinder dokumentiert und an den „sprechenden Wänden“ präsentiert.

Dokumentation

Beobachtung und Dokumentation nehmen in der täglichen Arbeit der Erzieher*innen eine zentrale Rolle ein. Die Beobachtung der Entwicklungsschritte der Kinder, ihrer Interessen und das Festhalten von bedeutsamen Äußerungen werden kontinuierlich gepflegt. Aus den Beobachtungen und dem Wunsch der Erzieher*innen, die Kinder mit ihren Anliegen zu verstehen, entstehen Aufzeichnungen, die als Grundlage für kollegiale Beratungen dienen. Daraus entstehen Impulse für die Bereitstellung von Lernsituationen für ein einzelnes Kind oder eine Kindergruppe, und sie geben Hinweise auf mögliche Projektthemen. Erzieher*innen sind in der Reggio-Pädagogik daher sehr oft mit Notizen beschäftigt. Sie sind das Gedächtnis der Kinder und stellen ihnen auf diese Weise ihre Fragen, Hypothesen und Aussagen zur Verfügung. Dies ist für die Projektarbeit von besonderer Bedeutung. Zudem sind die vielfältigen Aufzeichnungen Grundlage für die Erstellung der Bildungsdokumentation. Das Leben der Kinder in der Kita wird zudem auch mittels Foto- und Videoaufnahmen oder Diktiergeräten festgehalten, um in die Dokumentation einzufließen. Neben der individuellen Bildungsdokumentation für jedes Kind, werden zudem individuelle Portfolios erstellt. An den „sprechenden Wänden“ der Einrichtungen werden die Themen der Kinder, Entstehungs- und Entwicklungsprozesse der Projekte und ihre Arbeiten abgebildet. Diese Art der Dokumentation schafft Transparenz in der pädagogischen Arbeit der Einrichtung für Kinder, Kolleg*innen, Eltern und Gäste. Sie soll zudem zum Dialog zwischen Kindern und Erwachsenen anregen und die Wertschätzung vermitteln, die den Arbeiten und Werken der Kinder in der Einrichtung entgegengebracht wird.
Quelle: http://www.reggiopaedagogik.eu/index.php/paedagogik/paedagogik (11.01.2018) http://www.kindergartenpaedagogik.de/1595.html (11.01.2018)

Respekt

Wertschätzung

Rituale

Rituale schaffen Orientierung und geben Kindern Sicherheit. In täglichen wiederkehrenden Strukturen wie dem Morgenkreis, den Mahlzeiten und der Mittagsruhe lernen auch schon die jüngsten Kinder Vertrauen in die anfangs neue und unbekannte Umgebung der Kindertagesstätte zu entwicklen und sich in ihr zurechtzufinden. Regelmäßige Rituale wie Feste und wiederkehrende Angebote und Veranstaltungen führen durch das Jahr. In den Zebra Kitas legen wir Wert auf einen strukturgebenden Rahmen, achten jedoch auch darauf, keine allzu festen, unveränderlichen Strukturen aufzubauen. Dies geschieht aus dem Wunsch heraus, sich die Freiheit zu bewahren, auf die sich verändernden, individuellen Bedürfnisse von Kindern eingehen zu können und unseren sicheren Rahmen für die Kinder gegebenenfalls „nachjustieren“ zu können.

S

Schlafen

Mittagsruhe

Schließzeiten

Die Schließzeiten der Zebra Kitas werden jeweils für das kommende Kita-Jahr (01.08.-31.07.) im Jahreskalender angegeben, der immer gegen Ende des aktuellen Jahres erstellt wird. Zudem werden alle wichtigen Termine und Schließzeiten beim ersten Elternabend bekanntgegeben. Generell bleiben die Zebra Kitas drei Wochen im Sommer und zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen, sowie an allen Feiertagen, an Rosenmontag und an Weiberfastnacht ab 14 Uhr. Darüberhinaus bleiben sie zudem am Tag des Betriebsausfluges und an drei Konzeptionstagen geschlossen.

Schreiben

Ein Interesse für Zeichen, Symbole und Schrift entwickelt sich bei vielen Kindern schon frühzeitig in den ersten Jahren. Damit einhergehend entstehen erste „Schreibversuche“. In den Zebra Kitas unterstützen und fördern wir ein solches Interesse, wenn es von den Kindern selbst ausgeht, in entsprechenden Angeboten und Projekten. Wichtig ist uns dabei, dieses Interesse gemeinsam mit dem Kind aufzugreifen und sein Ausprobieren im Zusammenhang von Literacy zu begleiten. Dabei geht es noch nicht um die Einübung von Schrift und Zeichen, wie sie später in der Schule stattfindet, sondern um einen kreativen Umgang mit Schriftkultur, der die Freude und Neugier des Kindes in diesem Bereich fördert.

Sexualtät

Kinder entwicklen in den ersten Lebensjahren eine Geschlechtsidentität und ordnen sich im Zuge dessen als Mädchen oder als Junge ein. Im Laufe dieser Entwicklung sind sie sehr an körperlichen Merkmalen und insbesondere Unterschieden zwischen den Geschlechtern interessiert. Wir schaffen in unseren Einrichtungen dafür einen sicheren Rahmen, der sie darin unterstützt, eine positive Körperwahrnehmung und einen ungezwungenen Umgang mit ihrem Körper zu entwicklen. Besonders wichtig ist es dabei, dass sie ihren Körper entdecken können und die Möglichkeit haben, ohne Scham fragen stellen zu können. Wir achten dabei die Initiative des Kindes und unterstützen es in seiner Neugierde, ohne ihm etwas aufzuzwingen. Altersgerechte Bilderbücher geben den Kindern die Gelegenheit, sich ihrem Interesse entsprechend weiter mit dem Thema Körper auseinanderzusetzen. Im Badezimmer, wo die Kinder mit Wasser spielen können, erhalten sie die Gelegenheit, in einem geschützten Rahmen und unter Aufsicht einer pädagogischen Fachkraft, auch andere Körper als ihren eigenen nackt zu sehen. Besonders wichtig ist es uns, im Zusammenhang des Themas Körper, den Kindern beizubringen und sie darin zu unterstützen Grenzen zu setzten und die Grenzen des Gegenübers wahrzunehmen und zu respektieren. Wir legen zudem Wert darauf, dass alle Geschlechtsteile von Mädchen und Jungen benannt werden und keine Verniedlichungen oder unklare Benennungen gebraucht werden. Dadurch möchten wir Kindern einen ungezwungenen Umgang mit dem Körper vermitteln und ihnen Selbstvertrauen und eine klare Sprache geben, damit sie Fragen stellen und Themen ansprechen können, die sie beschäftigen. Denn Missbrauchsvorbeugung beginnt damit, Worte und damit eine Sprache zu haben, um Gefühle und Erlebnisse ausdrücken und beschreiben zu können.

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit zu erleben ist ein grundlegender Bestandteil in der Entwicklung zu einem unabhängigen und handlungsfähigen Menschen. Die erfolgreiche Bewältigung von Herausforderungen im Alltag stärkt Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und ermutigt sie zu weiteren Lern- und Entwicklungszielen. Es ist uns daher wichtig, Kinder in ihren selbstgestellten Herausforderungen zu unterstützen und ihnen die Möglichkeiten und Mittel zu bieten, „es“ alleine zu schaffen. Das Erleben von Selbstwirksamkeit unterstützt das Kind dabei, sich weiterhin neugierig mit seiner Umwelt auseinander zu setzen und Neues, Unbekanntes entdecken und erforschen zu wollen. In den Zebra Kitas wird daher eine Umgebung und Atmosphäre geschaffen, in der Kinder sich mit Zuversicht und größtmöglicher Selbständigkeit ihren Herausforderungen im Lebensalltag stellen können.

Soziale und kulturelle Umwelt

BildungsbereicheKinder brauchen Wurzeln und Flügel. Wurzeln um zu wissen, wo sie herkommen und Flügel, um die Welt zu erkunden“ Südafrikanische Redeweise Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse von Kindern. Durch eine sichere Bindung können Kinder ihre Umwelt aktiv erkunden und erforschen. Wichtig ist dabei das Vertrauen, dass sie sich jederzeit aus der Erkundung heraus wieder in den sicheren Schutz der Bezugsperson zurückziehen können. Durch ein interessiertes Begleiten und das Bestärken der Neugier, der Freude und des Stolzes des Kindes, kann sich Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickeln. Für ein positives Selbstbild ist die positive Resonanz auf die eigene Person in der Entwicklung der Ich-Identität des Kindes grundlegend. In diesem Prozess wachsen sie in die spezifischen sozio-kulturellen Gegebenheiten ihrer Gemeinschaft (Familie und später auch Kita) hinein, mit denen sie vertraut werden durch die Vermittlung von Wertmaßstäben und Traditionen. Die sozio-kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft bietet einen großen Erfahrungs- und Entdeckungsraum für das Kind, der bewusst für erweiterte Bildungsprozesse genutzt werden kann. Neben den sich unterscheidenden, individuellen Familienkulturen, bietet die Kita als Ausschnitt der Gesellschaft die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen sich und anderen zu entdecken. Eine wertschätzende Begleitung bei der Entdeckung unterschiedlicher Einstellungen und Wertvorstellungen ist dabei wichtig. So kommt das Kind in begleiteten Konflikten und Auseinandersetzungen mit demokratischen Strukturen in Kontakt und lernt seine eigenen Rechte einzufordern und die Rechte anderer anzuerkennen.
Quelle: Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin: Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege. Berlin: verlag das netz 2014.

Spiegel

Spiegel sind ein wichtiger Bestandteil in der Ausstattung unserer Einrichtungen. Hintergrund ist dabei die Schaffung einer perspektivisch, sinnesanregenden Umgebung. Sie ermöglichen die kreative Auseinandersetzung und das Spiel mit räumlichen Perspektiven, die Veränderung von räumlicher Wahrnehmung und räumlichen Strukturen. Der Einsatz von Spiegeln ermöglicht es den Kindern, sich zu betrachten, visuell wahrzunehmen und sich mit ihrer Identität auseinanderzusetzen. In Verkleidungs- und Rollenspielen können sie sich ausprobieren, verwandeln und so in neue Rollen schlüpfen und sich dabei beobachten. Spiegel fördern so die Wahrnehmung des eigenen Selbst. Auch Selbstständigkeitsprozesse werden durch Spiegel unterstütz, indem sie es zum Beispiel ermöglichen, dass sich Kinder nach dem Essen selbst ihr Gesicht abwischen können, da sie fähig sind zu sehen, wo noch Spuren des Essens in ihrem Gesicht sind.

Spielzeug

In den Zebra Kitas stellen wir bewusst überwiegend Materialen und Spielsachen zur Verfügung, die nicht zweckgebunden sind. Es sind dementsprechend vielmehr Sachen zum Spielen, die vielfältige Möglichkeiten zur Verwendung bieten und Raum für die Fantasie der Kinder lassen. Daneben gibt es jedoch auch ein Angebot an klassischem Spielzeug, wie es die Kinder auch von zu Hause kennen. Uns ist bewusst, dass Kinder oft sehr stolz auf ihre (neuen) Spielzeuge zu Hause sind und den Wunsch verspüren, sie in die Kita mitzubringen und zu zeigen. Oder sie sind morgens so ins Spielen vertieft, dass sie sich nicht von ihrem Spielzeug trennen mögen. Um diesem Wunsch zu begegnen, gibt es bei uns einmal die Woche einen Spielzeugtag, an dem jedes Kind ein Spielzeug von zu Hause in die Einrichtung mitbringen darf. An allen anderen Tagen bestehen wir jedoch aus pädagogischen Gründen darauf, dass das vom Kind mitgebrachte Spielzeug in der Zeit, die es in der Kita verbringt, sicher in seinem Fach verstaut wird. Ausgenommen davon sind Puppen, Stofftiere, etc. die ein Kind zum Trost oder zum Schlafen benötigt.

Sprache

Mehrsprachigkeit

Sprachen, Kommunikation und Schriftkultur

BildungsbereicheHundert Sprachen hat das Kind und Erziehung ist der Versuch, diese Sprachen zu verstehen“ Loris Malaguzzi Kindliches Handeln wird in allen Situationen durch sprachliches Handeln durchzogen. eine zentrale Aufgabe in Kindertagesstätten ist es, die sprachlichen Bildungsprozesse des Kindes zu unterstützen und zu fördern. Gute Sprachkompetenzen sind entscheidend für den weiteren Bildungsverlauf des Kindes, eine frühe und gute Sprachförderung ist daher grundlegend für den späteren Bildungserfolg. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Chancengleichheit in einer Gesellschaft, in der für viele Kinder Deutsch nicht die Erstsprache ist. Sprachentwicklung und kognitive Entwicklung sind eng verknüpft. Durch Sprache lernen Kinder, ihre Gefühle und Ideen auszudrücken, Dinge auszuhandeln, Erlebnisse wiederzugeben und eigene Ansichten zu begründen. Schon früh interessieren sich Kinder für Symbole, Zeichen und Schrift und lernen, dass Worte und Sätze der gesprochenen Sprache mit Schriftzeichen festgehalten werden können. Durch das Vorlesen von Bilderbüchern können Kinder erfahren, dass Sprache in Form von Schrift eine feste und wiedererkennbare Form annehmen kann. Eine frühe Begegnung mit Schriftsprache, die sich nach der Neugier und dem Interesse des Kindes richtet, bildet eine wichtige Grundlage für das spätere Schreibenlernen. Es geht dabei jedoch nicht um eine Einübung von Buchstaben, sondern um einen spielerischen, kreativen Umgang mit Zeichen und Schrift, der die Lust und Freude an der Schriftkultur fördert.
Quelle: Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin: Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege. Berlin: verlag das netz 2014.

Sprechende Wände

Die „sprechenden Wände“ sind in der Reggio-Pädagogik ein Bestandteil der Dokumentationsarbeit. Sie bezeichnen die Wände in der Piazza, an denen abgeschlossene und aktuelle Projekte der Kinder dokumentiert und kommentiert werden, sodass ein Einblick in die Themen der Kinder und deren Umsetzung innerhalb eines Projektverlaufs ermöglicht wird. „Sprechenden Wände“ geben den Kindern das Gefühl und die Sicherheit, dass ihre Themen und Arbeiten wichtig und wertvoll sind. Sie regen die Kinder zum Dialog und zur Reflexion an. Erzieher*innen lernen die Formen des Lernens der Kinder besser kennen und sind im Dialog mit den Kindern über deren Arbeit. Euch Eltern geben die „sprechenden Wände“ einen Einblick in die Themen, mit denen eure Kinder sich in der Einrichtung beschäftigen. An den „sprechenden Wänden“ wird auf diese Weise die pädagogische Arbeit in der Einrichtung widergespiegelt und über Kita-Belange informiert.

Stereotype

Stereotype Erwartungen an eine bestimmte Rolle oder ein bestimmtes Verhalten durchziehen unser Denken und unser Handeln im Alltag. Sie geben uns Orientierung und Halt, schränken uns jedoch auch ein und grenzen aus. Denn Stereotype sind meist stark mit Vorurteilen und Voreingenommenheit verknüpft. Zuschreibungen, wie jemand zu sein hat beziehungsweise wie er eine ihm zugewiesene Rolle auszufüllen hat, sind oft sehr rigide und einseitig. Sei es die Rolle als Frau/Mann, als Mutter/Vater, Erwachsenem/Kind, Person eines anderen Kulturkreises oder sozialen Status. Sie nehmen der betreffenden Person die Möglichkeit zu Entwicklung, Veränderung oder einfach einer eigenen individuellen Interpretation dieser gesellschaftlichen „Rolle“. Wir schaffen in den Zebra Kitas einen Ort, in dem Stereotype hinterfragt werden können, vielleicht auch mal aufgelöst werden und ein sich Finden und Ausprobieren möglich ist. Wichtig ist uns dabei, dass jeder dabei so sein kann, wie er sein möchte und nicht zu etwas gezwungen wird, dass ihm nicht entspricht.

T

Tagesablauf

Ein typischer Tagesablauf in den Zebra Kitas ist folgendermaßen strukturiert: 7:30 – 9:00 Buongiorno (gruppenübergreifend). Die ersten Kinder kommen und beschäftigen sich individuell mit den verfügbaren Materialien und gesetzten Impulsen. Dieser tägliche Übergang von der Familie in die Kita ist sehr wichtig und wird individuell gestaltet. Die Begrüßung von Seiten der Erzieher*innen respektiert die Besonderheiten jedes einzelnen Kindes und seiner Eltern. Je nach Teambesetzung findet hier die Frühbesprechung statt, ein kurzer Austausch des Teams über den beginnenden Tag. 8:15 – 8:45 Frühstücksphase (gruppenübergreifend). Die Kinder nehmen ein ausgewogenes Frühstück im „Esszimmer“ in kleinen Gruppen ein. Die Tischwahl ist frei ebenso wie der Zeitpunkt. Die Kinder können in unterschiedlich großen Gruppen oder auch alleine zum Frühstück gehen, so dass jedes Kind weder zu lang warten, noch sich ohne Hunger an den Tisch setzen muss. Das Frühstück wird von einem Teammitglied begleitet. 9:30-10:00 Assemblea (Morgenkreis/Versammlung). Jede Gruppe trifft sich im Kreis und bespricht die Themen, die die Kinder aktuell interessieren und beschäftigen, damit diese in die Tagesplanung einfließen können. Es werden die neuesten Ergebnisse der Projektarbeit vorgestellt und die Ideen und Fragen der Kinder aufgegriffen. So viele Entscheidungen wie möglich und sinnvoll werden demokratisch abgestimmt. Im Morgenkreis der U3-Gruppe werden (Bewegungs-)Lieder, Fingerspiele und rhythmische Übungen in beiden Sprachen angeboten. 9:30- 12:00 „Mattina“ (Vormittag). In dieser Zeit finden alle organisierten pädagogischen Angebote statt: Projektarbeit, Exkursionen, Bewegungsangebote, Museumsbesuche und das freie selbstgestaltete Spiel der Kinder. Die Kinder entscheiden selbst, in welchem Bereich sie sich aufhalten und womit sie sich beschäftigen. 12:00-13:00 „Pranzo“. Das Mittagessen wird im Esszimmer in zwei Schichten eingenommen. Die Kinder unter drei Jahren essen zuerst. Beim Essen wird Wert auf eine entspannte und ruhige Atmosphäre gelegt. Jedes Kind isst so viel es möchte. Anschließend putzen alle Kinder in Kleingruppen die Zähne. 12:30 – 14:00 „Silenzio“ (Ruhephase für alle Kinder). Manche Kinder schlafen, andere lesen, ruhen oder hören Entspannungsmusik oder ein Hörbuch und genießen Ihre Pause. So wird Energie getankt, und neue Ideen werden geboren. 14:30- 15:00 Merenda (Zwischenmahlzeit). Die Kinder essen eine Zwischenmahlzeit bestehend aus frischem Obst und getreidehaltigem Gebäck . 15:00-17:00 Pomeriggio (Nachmittag). Gruppenübergreifend findet Freispiel oder Kleingruppenarbeit statt. Der Tagesablauf wird an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet und kann dadurch von Tag zu Tag etwas variieren oder im Laufe des Kita-Jahres angepasst oder verändert werden.

Team

Personal

Teamsitzungen

Teamsitzungen spielen für eine gute pädagogische Zusammenarbeit innerhalb des Teams eine wichtige Rolle. In ihnen werden pädagogische Themen besprochen, Fallbesprechungen durchgeführt und der (pädagogische) Alltag organisiert. Daneben bieten sie wichtigen Raum für einen intensiven Austausch und eine gute Abstimmung innerhalb des pädagogischen Teams. Leider können nicht alle Teamsitzungen außerhalb der Betreuungszeiten stattfinden. Während der wöchentlichen einstündigen Teamsitzungen werden die anwesenden Kinder daher nur von einem Teil des Personals betreut. Erfahrungsgemäß stellt das für die Kinder kein Problem dar. Sollte es einem Kind dennoch schwerfallen, in dieser Zeit auf seine vertraute (Bezugs-)Erzieher*in zu verzichten, was insbesondere in der Zeit der Eingewöhnung vorkommen kann, werden wir eine gemeinsame Lösung finden. Die Zeiten der Teamsitzungen sind soweit es möglich ist jedoch bewusst auf den Anfang oder das Ende der Betreuungszeit gelegt, in der die Kinder noch nicht, beziehungsweise nicht mehr vollzählig anwesend sind. Die Tage und Zeiten der Teamsitzungen richten sich immer nach dem aktuellen Dienstplan und können bei der pädagogischen Leitung oder dem Team erfragt werden.

Theater

Theater erleben und selbst Theater „machen“ spielt eine große Rolle in der Reggio-Pädagogik. In der frühen Kindheit sind Rollenspiele für Kinder eine wichtige Möglichkeit, die sie umgebene Welt und ihre Erfahrungen darin auf spielerische Weise zu untersuchen und zu erproben. Sie setzen sich auf diese Weise mit Regeln und unterschiedlichen Rollen, die Menschen im Alltag einnehmen, auseinander. Dafür stehen Rückzugsmöglichkeiten, Alltagsgegenstände und Verkleidungsutensilien bereit, die dazu anregen in neue Rollen zu schlüpfen und sich auszuprobieren. Die Zebra Kitas verfügen zudem über einen kleinen Theaterraum mit Bühne und Vorhang, der den Kindern im Alltag zugänglich ist, aber auch für größere Theaterprojekte genutzt wird. Einmal in der Woche besucht uns ein Theaterpädagoge, um mit den Kinder Theater zu machen. Sein Angebot richtet sich dabei getrennt an die U3 und Ü3 Kinder, um gezielt aktuelle Themen und Interesse der Kinder in Absprache mit dem pädagogischen Team in seine Arbeit einfließen zu lassen.

Toleranz

Toleranz im Sinne einer Achtung und Duldung von anderen Auffassungen, Meinungen und Einstellungen ist essentiell für eine Gemeinschaft, in der Diversität als positive Bereicherung gewertet wird. Toleranz soll dabei jedoch bedeuten, Vielfalt in einer Gemeinschaft zu ermöglichen und zu fördern. Wir ziehen jedoch klare Grenzen bei der Tolerierung von Einstellungen und Ansichten, die Ausgrenzung und Entwertung anderer Menschen zur Folge haben.

Träger

Der Träger Z.E.B.R.A. e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der zum Ziel hat, die Erziehung, Betreuung und Bildung von Kindern nach den Prinzipien der Reggio-Pädagogik in bilingualen Einrichtungen, den Zebra Kitas, zu realisieren. Als Zusammenschluss von Pädagog*innen, Linguist*innen und Eltern setzt sich Z.E.B.R.A. e.V. für eine qualitativ hochwertige Bildungsarbeit in der Kinderbetreuung ein. Die Aufgaben des Trägers beinhalten die allgemeine Geschäftsführung, Arbeitgeberaufgaben wie das Personalmanagement, die Aufnahme neuer Familien, die Regelung und Abwicklung vertraglicher Angelegenheiten (Betreuungsverträge, Arbeitsverträge, Kooperationsverträge), die Abwicklung aller finanzieller Angelegenheiten mit Ausnahme der laufenden Betriebskosten, Verwaltungsangelegenheiten (Steuerbescheide, Spendenquittungen) und Qualitätsmanagement. Zu den weiteren Aufgabenfeldern gehören die Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Kooperationen, Förderprogramme und Förderprojekte, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Ebenfalls im Aufgabenbereich des Trägers liegt die Teilnahme an Elternabenden, Veranstaltungen, die Zusammenarbeit mit Familien und die Vermittlung bei Konflikten zwischen Eltern und Team und auch innerhalb des Teams und der Elternschaft. Zudem ist der Träger in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Leitung an der Umsetzung und Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeption der Zebra Kitas beteiligt und Mitglied des Kitarats.

Trinken

Wir unterstützen die Kinder darin, ausreichend Wasser über den Tag zu trinken. Oft sind sie so sehr ins Spiel vertieft, dass sie ihren Durst gar nicht wahrnehmen oder vergessen zu trinken. Wir erinnern die Kinder daher regelmäßig daran, auf ihr Durstgefühl zu achten. Jedes Kind hat einen eigenen Becher, der den Tag über zusammen mit einer Karaffe Wasser in Reichweite der Kinder im Gruppenraum steht. So kann sich jedes Kind auch eigenständig bedienen. Unser Leitungswasser in den Zebra Kitas hat geprüfte Trinkwasserqualität.

U

Übergang

Übergänge sind bedeutende Schwellen in der Entwicklung des Kindes. Wenn es in die Kita kommt, ist der Übergang von der Familie in die Einrichtung bereits ein erster großer Schritt für das Kind. Im Laufe der Kita-Zeit folgt dann der Übergang von der U3 in die Ü3 Gruppe und später der große Übergang von der Kita in die Schule. Es ist uns wichtig, diese großen Entwicklungsschritte ihrer Bedeutung angemessen und behutsam zu begleiten. Den Wechsel von der U3 in die Ü3 Gruppe gestalten wir in unseren Einrichtungen sehr sanft: Durch gruppenübergreifende Angebote und Ausflüge und während der Zusammenlegung der U3 und Ü3 Gruppe am Morgen und am späten Nachmittag lernen sich die Kinder der beiden Gruppen kennen. Bereits vor dem Wechsel bekommt das Kind immer wieder die Gelegenheit, für einzelne Stunden oder Tage die Ü3 Gruppe zu besuchen und die Abläufe und Regeln der anderen Gruppe kennen zu lernen. Dabei bestimmt das Kind selbst mit, wie oft und intensiv die Besuche in der älteren Gruppe sind, ganz nach seinem Bedürfnis. Der tatsächliche Wechsel in die Ü3 Gruppe wird mit einem besonderen „Umzugs-Ritual“ am Ende des Kita-Jahres für das Kind gestaltet. Der Wechsel findet jeweils zum Kita-Jahreswechsel im Sommer in dem Jahr statt, in dem das Kind seinen dritten Geburtstag erreicht. Der Übergang von der Kita in die Schule ist ein Prozess, der sich über das letzte Kita-Jahr des Kindes vollzieht. Für die „Schulkinder“ ist ihr letztes Jahr bei uns in den Einrichtungen geprägt von den gemeinsamen Erfahrungen in der Vorschulgruppe. Im Sommer am Ende des Kita-Jahres verabschieden wir unsere „Schulkinder“ mit einem gemeinsamen Fest in die Schulzeit.

Umwelt

Nachhaltigkeit

Unfall

Verletzungen

V

Verabschiedung

Einigen Kindern fällt der Abschied am Morgen von der Mutter oder dem Vater leicht, anderen Kindern fällt es hingegen schwer, sich morgens zu trennen. Du als Elternteil kennst dein Kind am besten und kannst einschätzen, ob es ihm hilft, wenn du dir noch einen Augenblick Zeit nimmst beim Bringen, oder ob es dadurch noch schwerer wird für dein Kind. Erfahrungsgemäß helfen Kindern bei der morgendlichen Verabschiedung vertraute Rituale. Beispielsweise kannst du dein Kind noch in Ruhe einem*r Erzieher*in übergeben, oder in eine Spielsituation begleiten. Etabliert hat sich bei uns in der Einrichtung das sogenannte „Rausschubsen“. Die Kinder schubsen euch Eltern mit Schwung nach der Verabschiedung an der Eingangstür hinaus und das oft mit viel Anlauf und Freude. Wenn du unsicher bist oder dir Rat und Unterstützung bei der Verabschiedung wünschst, sprich uns gerne an.

Verpflegungspauschale

Für unsere täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten unseres Kochs erheben wir eine monatliche Verpflegungspauschale. Die Höhe des Beitrags für die Verpflegung, der die Kosten für die Mahlzeit und ihre Herstellung abdecken soll, wird in der Beitragsordnung aufgeführt.

Verletzungen

Unser Ziel ist selbstverständlich, kalkulierbare Verletzungsmöglichkeiten in den Zebra Kitas durch gute Aufsicht und eine entsprechende Ausstattung der Einrichtungen so gering wie möglich zu halten. Wie jedoch auch im Alltag zu Hause, kann es immer mal passieren, dass sich ein Kind bei uns in der Einrichtung verletzt. Ein Erste-Hilfe-Koffer ist sowohl in der Einrichtung, als auch bei Ausflügen für die Erstversorgung immer in Reichweite. Die Erzieher*innen führen ein sogenanntes Verbandbuch, in dem am selben Tag Ereignisse aufgezeichnet werden, die zur Sorge Anlass geben könnten. So werden zum Beispiel der Sturz eines Kindes, jeder Schlag und jede Verletzung an Kopf und Brust oder auftretende Schmerzen und sowie die Verabreichung von Medikamenten (in Absprache) sorgfältig mit Zeitpunkt, Beschreibung des Vorfalls und Maßnahme notiert. Beim Abholen des Kindes unterzeichnest du als Elternteil den entsprechenden Bericht und bestätigst damit, dass du davon Kenntnis erhalten hast. Bei Vorfällen, die über kleine ungefährliche Verletzungen hinausgehen, beispielsweise wenn dein Kind auf den Kopf fällt, oder stark blutet, informieren wir dich selbstverständlich sofort nach der Versorgung deines Kindes und leiten in Absprache mit dir weitere Maßnahmen ein. Im Falle eines auf eine Verletzung in der Kita folgenden Arzt- oder Krankenhausbesuch, ist es wichtig anzugeben, dass die Verletzung in der Kita erfolgt ist. Entsprechend eines Arbeitsunfalls gelten für die Versicherung eigene Bestimmungen für Verletzungen und Unfälle in einer Kindertagesstätte (→ Versicherungsschutz). Das pädagogische Team der Zebra Kitas nimmt regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen für Kleinkinder teil.

Verniedlichung

In den Zebra Kitas werden Kinder als eigenständige Persönlichkeiten gesehen und in ihrer Individualität wertgeschätzt. Wir erachten es als das Recht eines jeden Kindes in seinen Gedanken, Äußerungen und Gefühlen ernst genommen zu werden. Verniedlichungen werden von Kindern oft als ein „nicht ernst“ nehmen ihrer Person empfunden. Eine Verniedlichung kann auch bewirken, Kinder klein zu halten und sie in ihrer Autonomie oder in wichtigen Entwicklungsschritten einzuschränken. Im Sinne einer wertschätzenden Haltung auf Augenhöhe verzichten wir daher auf Formen der Verniedlichung von Kindern.

Versicherungsschutz

Alle Kinder, die verbindlich in einer Zebra Kita aufgenommen sind, sind auf dem Weg zur und von der Einrichtung, während des Aufenthalts in der Einrichtung und auch bei Ausflügen und anderen Veranstaltungen der Einrichtung in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert.

Videos

Im Rahmen der Dokumentationsarbeit nehmen wir neben Fotos auch Videos von einzelnen Kindern und kleinen Kindergruppen im Kita-Alltag auf. Sie dienen uns dazu Spielsituationen genauer zu analysieren und gegebenenfalls feinere Beobachtungen vornehmen zu können. Für die Videos gelten dabei selbstverständlich die gleichen strengen Datenschutzbestimmungen für die Verwendung der Aufnahmen, wie bei den Fotos der Kinder.

Vielfalt

Diversität

Vorlesen

Das Vorlesen und Erzählen von Geschichten schafft für Kinder einen grundlegenden Zugang zu Sprache. Besonders in den ersten Lebensjahren ist ein spielerischer Umgang mit Sprache durch Lieder, Reime und eben auch Bilderbücher und Geschichten wichtig für die Entwicklung von Sprachkompetenzen. Das Vorlesen spielt dabei eine so große Rolle, da Kinder in gemeinsamen Bilderbuchbetrachtungen und durch dialogisches Lesen zum Sprechen angeregt werden. Schon die Jüngsten haben Freude daran, auf Bildern bekannte Gegenstände oder Tiere zu entdecken und erste Laute nachzuahmen. Ältere Kinder werden auf Grundlage der Geschichten in Bilderbüchern ermuntert, ihre Gedanken und Gefühle zu äußern und ins Erzählen zu kommen. Das Vorlesen ist daher wichtiger Bestandteil der Sprachförderung und legt den Grundstein für spätere Lese- und Schreibfähigkeiten.

Vorstand

Träger

W

Wasser

Wasser zieht Kinder magisch an. Die Faszination für Wasser und insbesondere die Freude am ausgiebigen experimentieren mit Wasser lässt sich bei fast allen kleinen Kindern beobachten. In den Zebra Kitas wird das Spielen mit Wasser als wichtige körperlich-sinnliche Erfahrung und als Möglichkeit der Erforschung naturwissenschaftlicher Gesetze ausdrücklich unterstützt. In den Toilettenräumen der Kinder sind zu diesem Zweck kindgerechte Waschbecken auf der entsprechenden Höhe angebracht, in denen Kinder sich jederzeit ausgiebig dem Element Wasser widmen können. Spiel- und Erforschungsgegenstände stehen in greifbarer Nähe bereit, mit denen sie in den Waschbecken Staudämme bauen können und mit Rohren und verschiedensten Gefäßen, Korken, schwimmbaren und nicht schwimmbaren Materialen, ihrem Forscher- und Experimentierdrang freien Lauf lassen können. Entsprechende Heizvorrichtungen in den Räumen sorgen dafür, dass Wasserspiele zu jeder Jahreszeit stattfinden können, ohne das die Kinder dabei frieren oder auf den körperlich-sinnlichen Aspekt des Wassers verzichten müssen.

Wechselkleidung

Kleidung

Wertschätzung

Wertschätzung erachten wir in den Zebra Kitas als wichtige Grundlage des Umgangs miteinander. Gemeint ist damit eine grundsätzlich positive Bewertung des Gegenübers, die sich auf die ganze Person bezieht und nicht auf einzelne Leistungen oder Verhaltensweisen. In diesem Sinne ist Wertschätzung eine innere wohlwollende Haltung, die sich durch Interesse, Aufmerksamkeit und freundlicher Zuwendung für sein Gegenüber ausdrückt. Insbesondere mit Blick auf unsere Vorbildfunktion für die Kinder unserer Einrichtungen ist uns ein wertschätzender Umgang daher so wichtig. Diesen Anspruch stellen wir an uns selbst als pädagogisches Team und an die Elternschaft der Zebra Kitas gleichermaßen.

Wetterfeste Kleidung

Kleidung

Wickeln

Die Eigenständigkeit und Autonomie der Kinder ist uns auch beim Thema Wickeln wichtig. Das Wickeln ist eine intime Pflegesituation, die eine vertraute Atmosphäre verlangt, in der das Kind sich sicher, wohl und geborgen fühlt. Dabei ist uns besonders wichtig, dass Kinder selbstbestimmt wählen können, wer sie wickelt und soweit es möglich ist, auch wann sie gewickelt werden möchten. Windeln, Feuchttücher und gegebenenfalls eine Wundcreme bringst du für dein Kind von zu Hause mit. Jedes Kind hat für seine Wickelsachen ein eigenes Fach im Wickelraum. Wir vertreten den Ansatz, dass der Zeitpunkt, ab wann ein Kind auf Windeln verzichten kann beziehungsweise möchte, vom Kind ausgehen muss. Bei einigen Kindern ist das schon sehr früh der Fall, bei anderen später. Der Zeitpunkt ist bei jedem Kind individuell und lässt sich nicht erzwingen. Wir wickeln Kinder solange wie es nötig ist, unterstützen aber jedes vom Kind ausgehende Signal, die Windel wegzulassen und eigenständig auf Toilette zu gehen.

Wochenplan

Den Wochenplan findest Du im Eingangsbereich der Einrichtung. In dieser Wochenübersicht werden alle regelmäßigen, wöchentlich stattfindenden Termine und Ereignisse festgehalten, wie z.B. das Theater- und Musikangebot, aber auch zusätzliche Termine und Ausflüge, die zusätzlich oder außer der Reihe in der Woche angeboten werden.

X

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Z

Zähneputzen

In den Zebra Kitas ist es uns wichtig, den Kindern Körperhygiene zu vermitteln. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Zahnpflege. Nach dem Mittagessen putzen sich die Kinder daher in Kleingruppen die Zähne. Jedes Kind bringt dafür eine Zahnbürste von zu Hause mit und hat einen eigenen gekennzeichneten Platz für sie. Das pädagogische Team sorgt dafür, dass die Zahnbürsten regelmäßig und nach Bedarf ausgetauscht werden. Da Kinder am besten über Vorbilder lernen, haben auch die Erzieher*innen eigene Zahnbürsten, um sich gemeinsam mit den Kindern die Zähne zu putzen.

Z.E.B.R.A. e.V.

Z.E.B.R.A. e.V. bedeutet Zeitgemäße Erziehungsarbeit und Bilingualität nach dem Reggio Ansatz. Der gemeinnützige Verein ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, der bilinguale Kindertagesstätten nach dem Ansatz der Reggio-Pädagogik in Köln betreibt.

Zucker

Industriezucker